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Rosengelee – Eine zarte Versuchung aus dem Garten

Rosengelee
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Heute wende ich mich an all die Rosenliebhaber, die im Sommer gerne ihre Blüten bewundern und beschnuppern. Es kann hier schließlich nicht nur um den Gemüsegarten gehen, richtig? Die Natur bietet uns vielfältige Möglichkeiten, um uns zu ernähren. Tatsächlich gehören die Rosenblüten dazu. Das folgende Rezept ist ein Rosengelee, das die Herzen aller Gelee-Liebhaber schneller schlagen lässt.

Hier geht es direkt zum Rezept

Rosengelee – Wie alles begann

Das heutige Rezept, das Rosengelee, ist kein purer Zufall. Ich bin so ein kleiner (naja, relativ großer) Freak, der sich so gut wie alles merkt. Das Vor- und Nachteile, kann ich euch sagen. Auf jeden Fall habe ich vor ungefähr 10 Jahren gelesen, dass man aus Rosenblüten eine leckere Sauce machen kann. Habe ich damals gleich ausprobiert, hat grauenhaft geschmeckt. Der Grund dafür war, dass wir einfach einen Strauß Rosen gekauft haben und die waren mit Sicherheit gespritzt.

Aber all die Jahre hat mich der Gedanke nicht verlassen, dass die Rosenblüten in der Küche verwertbar sein müssen. Nicht nur die Hagebutten, die schließlich entstehen haben ihren Nutzen. So gibt es immer mehr Ideen, denen ich über den Weg laufe, wie man aus verschiedensten Blüten Köstlichkeiten zaubern kann. So habe ich es also gewagt, ganz ohne Anleitung aus dem World Wide Web.

Rosenblüten – die Grundzutat ist sehr entscheidend

Rosenblüten
Ungespritzte Rosenblüten aus dem Garten

Meine Vermutung ist, dass der Großteil meiner Leserschaft sich für biologischen Gartenbau interessiert. Leute, die gerne Gifte gegen Blattläuse und Unkraut sprühen werden wahrscheinlich sowieso hier wieder rückwärts hinausstolpern und sich fragen, in welchem Paralleluniversum sie wohl gelandet sind.

Daher gehe ich davon aus, dass deine – liebe Leserin, lieber Leser – Rosen ungespritzt sind und auch ohne Gifte wunderschön blühen. Ich habe gelesen, dass sich absolut jede Duftrose eignet, um Rosengelee daraus zu kochen. Und nun oute ich mich als vollkommen unerfahren und unwissend: Duftet nicht jede Rose? Unterschiedlich und verschieden intensiv, aber sie duften doch, oder?

Ob nun eine gefüllte Blüte oder ungefüllt, jede Rosensorte eignet sich, um Gelee daraus zu machen. Bee Careful erklärt den Unterschied. Ungefüllte Blüten sind Bienenpflanzen, die Pollen und Nektar anbieten.

Für den Fall der Fälle, dass ihr eigene Rosen pflanzen wollt, aber einfach nicht wisst wohin, hat Freudengarten für euch eine Idee: Rosen im Pflanzkübel.

Rosengelee ohne Alkohol

Den ersten Versuch habe ich als Rosengelee ohne Alkohol gestartet. Ich wollte einfach sehen, ob ich mir da eine Laus in den Kopf gesetzt habe und wollte nicht zu viele Ressourcen verschwenden. Das Ergebnis war ein sehr angenehmes Rosengelee, mit einem wundervoll zarten Aroma in einer hellen Pastellfarbe.

Rosengelee

Die ausführliche Anleitung findet ihr ganz unten beim eigentlichen Rezept.

Zutaten für das Rosengelee ohne Alkohol

Das ergibt 750 ml

  • 15 Rosenblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 250 g Gelierzucker 3:1
  • 50 ml Zitronensaft

Zubereitung des Rosengelees ohne Alkohol

  1. 15 Rosenblüten 48 Stunden lang im Trinkwasser einweichen.
  2. Absieben, zum Kochen bringen.
  3. Zitronensaft und Gelierzucker hinzufügen.
  4. Zum Kochen bringen und 5 Minuten lang kochen.
  5. In ein steriles Glas füllen und genießen.

Rosenblütengelee – Mit Alkohol wird die Farbe intensiver

Wie schon erwähnt, war der erste Versuch ein absoluter Volltreffer. Mir schmecken Gelees definitiv besser, als Marmeladen. Deshalb wollte ich mehr: Minimale Zutaten mit hoher Qualität verarbeiten zu hochwertigen Leckereien.

Ich trinke überhaupt keinen Alkohol, deshalb habe ich das Rosen-Wein-Wasser gut und gründlich gekocht, damit wirklich der letzte Tropfen Alkohol verfliegt. Außerdem haben wir 2 Kinder, die noch nicht im richtigen Alter sind. Das Ergebnis ist von der Farbe sehr schön geworden und im Geschmack sehr lecker.

Das kann auch daran liegen, dass der Weißwein, ein Chardonnay, auch eine gute Qualität hat. Die Grundzutaten und deren Qualität sind nun einmal grundlegend entscheidend. Ein Weißwein für 2 € die Flasche kann einfach nicht so gut schmecken. Oder wie seht ihr das?

Rosengelee Rezept mit Alkohol

Nun kommen wir zum Wichtigsten: Folgendes Rosengelee Rezept ergibt eine Menge von 3 Litern.

Utensilien für das Rosengelee

  • Topf mit Deckel 5 Liter Fassungsvermögen
  • Teller, der in den Topf passt
  • Küchentuch
  • Großer Kochtopf mit mind. 7 Liter Fassungsvermögen
  • Marmeladengläser, insgesamt 3 Liter
  • Trichter*
  • Ofenhandschuhe*

Zutaten für selbstgemachten Rosengelee

  • 50 Rosenblüten – auf jeden Fall ungespritzt!
  • 2 Liter Wasser (Trinkwasser)
  • ½ Liter Weißwein
  • 1 kg Gelierzucker 3:1
  • 50 ml Zitronensaft

Rosengelee selber machen Anleitung

  1. Geht hinaus in den Garten und genießt den Anblick der wunderschönen Rosen.
  2. Sammelt 50 komplette Rosenblüten. Je roter, desto intensiver wird die Farbe des Gelees.
  3. Nicht waschen! Die Tiere werden von alleine weichen.
  4. Gebt die Blüten in einen großen Topf.
  5. Übergießt die Rosen mit Wasser und Weißwein.
  6. Stellt einen Teller auf die Blüten, damit sie unter Wasser stehen.
  7. Deckel auf den Topf stellen und 48 Stunden ziehen lassen.
  8. Siebt die Flüssigkeit durch ein Küchentuch in einen großen Kochtopf.
  9. Bringt sie zum Kochen.
  10. Sterilisiert Gläser, Deckel und Trichter.
  11. Gelierzucker hinzufügen, zum Kochen bringen und 5-10 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  12. Noch heiß in die sterilen Gläser abfüllen, sofort Deckel darauf drehen. Vorsicht! Sehr heiß!
  13. Stellt die Gläser in den Ofen auf ein höheres Backblech.
  14. Füllt das Backblech mit kochendem Wasser, sodass die Gläser ca. 2 cm im Wasser stehen.
  15. 30 Minuten bei 100°C einkochen.
  16. Gläser herausnehmen und langsam abkühlen lassen.

Dieses Rosengelee eignet sich natürlich auch wunderbar zum Verschenken. Es ist doch wirklich wunderhübsch!

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Rosengelee
Rosengelee

*Der Beitrag enthält Links und Werbung.

Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
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