Küche Zero Waste

Du brauchst keine Mikrowelle – Was du stattdessen hernehmen kannst

Mikrowelle ersetzen in der Küche
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Als wir vor über 2 Jahren umgezogen sind, habe ich unsere Mikrowelle auf den Dachboden verbannt. Denn ich habe schon oft gelesen, gehört und auch gesagt, dass dieses Gerät schädlich ist. Wie schädlich tatsächlich? Das werden wir wohl erst in 10-30 Jahren erfahren. Solange kommt in meine Küche keine Mikrowelle mehr. Stattdessen zeige ich dir unsere Alternativen.

Meine Erfahrungen mit der Mikrowelle

Irgendwo habe ich noch das Foto: Vor nun 10 Jahren habe ich unsere Mikrowelle beinahe gesprengt. Sie hatte eine Backofen-Funktion, wie die meisten Mikrowellen auch. Nur heimtückisch war, dass man sie richtig einstellen musste. Ich werde nie vergessen, wie der heutige Göttergatte ins Bad gekommen ist, umgeben von dunkelgrauem Rauch. Statt die Brötchen zu backen, habe ich sie verkohlt. Achja… Komischerweise hat die Mikrowelle das überlebt.

Es könnte natürlich an meinem Ungeschick liegen – das zweifel ich ja gar nicht an. Aber auch Sohnemanns Milchfläschchen habe ich zum Schmelzen gebracht mit der Mikrowelle. Dabei stand darauf, dass sie Mikrowellen geeignet sind.

Seitdem benutze ich unsere Mikrowelle nicht mehr!

Meine Alternativen zur Mikrowelle

Ich muss euch nicht erzählen, dass unser Platz in der Küche jetzt deutlich mehr geworden ist? Denn solch eine Mikrowelle nimmt genauso viel Platz ein, wie ein Backofen. Und da wäre ich schon bei der ersten Alternative.

Im Backofen Essen erhitzen

Es klingt doch eigentlich logisch, oder? Im Backofen könnt ihr das Essen genauso gut erhitzen, wie in der Mikrowelle. Klar geht es langsamer, das möchte ich gar nicht bestreiten! Aber schneller ist doch nicht wirklich immer besser? Langsam erhitzte Speisen bewahren ihre Nährstoffe eher. Außerdem ist dann der Teller ebenfalls schön warm. In der kalten Jahreszeit wärmt er auch noch eure Hände.

Auf dem Herd geht es auch sehr schnell

Mit einem Topf oder einer Pfanne bekommt ihr das Essen innerhalb von 3 Minuten warm. Das Schöne ist, dass ihr immer wieder umrühren könnt. Während die Mikrowelle das Innere des Essens zuerst erwärmt, macht das der Herd gleichmäßig. Das Ergebnis ist ein ebenmäßig warmes Essen.

Mein Problem mit Mikrowellen war auch immer, dass man nur eine Portion auf einmal aufwärmen kann. Wenn also der vierte Teller erwärmt ist, sind die ersten 2 schon wieder kalt. Und wenn ihr eine Turbo-Mikrowelle besitzt, wie in „Zurück in die Zukunft 2“, bin ich mir nicht sicher, ob das dann noch Mahlzeiten mit Nährstoffen sind.

Getränke erwärmen mit Wasserkocher

Oh, da sagen mir immer viele, dass das doch gar nicht möglich ist, oder zu umständlich. Wenn zum Beispiel Sohnemann oder Töchterchen auf warme Milch bestehen, verdünne ich sie mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher.

Der Aufschrei folgt: „WAS??? Du verdünnst diese fettarme, wässrige Milch nochmal? Da ist doch dann gar nichts mehr drin!“

Ich frage mich, ob in der fettarmen, wässrigen Milch davor schon irgendwelche nützlichen Nährstoffe enthalten waren? Ultrahoch erhitzt? Kann das gesund sein? Na egal, anderes Thema.

Ich kaufe diese fettarme Milch nicht. Ich bekomme die Vollmilch in meine eigenen Glasflaschen direkt vom Bauern meines Vertrauens. Diese Milch mit ca. 4% Fettanteil darf mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher verdünnt werden.

Wie das Leben ohne Mikrowelle ist

Mal ehrlich: Zuerst dachte Ehegatte, dass das nicht funktionieren wird. Ich war schwanger und es war klar, dass Babymaus dann auch mitten in der Nacht Milch haben möchte. Gelöst haben wir das „Dilemma“ ganz einfach: Am Abend haben wir Wasser gekocht und in eine Thermosflasche gegeben. Wir mussten also noch mal mehr in die Küche.

Mittlerweile sind wir so umgepolt, dass wir noch nicht einmal die Mikrowelle benutzen, wenn wir irgendwo zu Besuch sind. Wir kommen überhaupt gar nicht auf die Idee. Wir müssen als Besucher wahrscheinlich ein seltsames Bild abgeben: 2 Erwachsene, die die Mikrowelle nicht bedienen können! Ökotussen eben!

Einen sehr ausführlichen Artikel zur Mikrowelle hat eat smarter geschrieben. Sie zitieren Studien und gehen neutral an das Thema Schädlichkeit heran.

Wie stehst du zur Mikrowelle? Kannst du dir ein Leben ohne überhaupt vorstellen?

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Du brauchst keine Mikrowelle in der Küche

 

*Der Artikel entählt Links und Werbung.

Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
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3 Kommentare

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  • Hallo Izabella,
    wir haben unsere Mikrowelle vor ca. 6 Jahren verschenkt – irgendwie war mir nicht mehr wohl mit diesen „Wellen“ – ich habe sie sogar im Verdacht, an der Allergie/Neuerodermitis unserer Tochter nichdt ganz unschuldig zu sein … aber es muss natürlich auch gar nichts damit zu tun haben… ;-).
    Am Anfang fand ich die Umstellung wirklich schwierig, das Umdenken und Überlegen: Wie erwärme ich nun das Essen, die Milch, den Kakao…? Aber nach einiger Zeit hatten wir uns daran gewöhnt und niemand vermisst sie wirklich. Ich bin wirklich froh, den „Absprung“ geschafft zu haben, hätte ich schon viel früher machen sollen – also herzlichen Glückwunsch zu Deiner Umstellung, die ja inzwischen auch schon zur Gewohnheit geworden ist . Herzliche Grüße, Birthe

    • Liebe Birthe,
      Vielen Dank für deinen schönen Kommentar! So geht es mir auch: Warum nicht schon VIEL früher?
      Viele Grüße, Izabella

  • Hmm, ich bin eigentlich ganz zufrieden mit unserer Mikrowelle und möchte sie eigentlich nicht hergeben. Gewisse Dinge gehen damit einfach ganz schnell und einfach. Negative Studien gibt es zu allen möglichen Sachen…

    LG Kathrin