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Verschwende nicht dein Geld für Kleinigkeiten

Verschwende nicht dein Geld für Kleinigkeiten
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Oftmals wissen wir gar nicht, woran es scheitert, dass wir kein Geld ansparen können oder am Ende des Geldes zu viel Monat übrig bleibt. Die meisten von uns schieben es auf zu geringes Gehalt und zu hohe Kosten. Dabei gibt der durchschnittliche Mensch sehr viel Geld für Kleinigkeiten aus, die auf Dauer eine stattliche Summe ergeben.

Warum man das Geld für Kleinigkeit besser anlegen kann

Mir geht es hier nicht um Minimalismus oder krankhaftes Geld sparen bis einem jegliche Freude am Leben und an der Gesellschaft vergeht. Es geht darum, dass bewusster Konsum mehrere Vorteile hat:

  • Du lernst das zu schätzen, was du hast! Oder bist du für alles dankbar, was du besitzt?
  • Man belastet nicht die Umwelt mit unnötigem Abfall, der automatisch durch unbedachten Konsum entsteht
  • Auf einmal werden Anschaffungen möglich, die vorher aus finanziellen Mängeln undenkbar waren

Konsum und Dankbarkeit – Warum das einen direkten Zusammenhang hat

Wie oft habe ich den Satz schon gehört: „Das Kind ist verwöhnt, bekommt ständig etwas geschenkt und ist überfordert und undankbar!“ Das gilt nicht nur für Kinder. Auch die Erwachsenen sind sehr oft undankbare, geizige Protze. Von wem also lernen unsere Kinder?

Wenn wir bewusst einkaufen – den Einstieg dazu hilft zum Beispiel die Kaufdiät – fangen wir an uns wieder zu freuen. Diese Freude versuchen so viele durch das Kaufen selber zu erzeugen. Und hey, wem mache ich Vorwürfe? Die Werbung und Medien zeigen uns doch, wie glücklich wir sein werden, wenn wir dieses und jenes Objekt besitzen.

Als ich letztes Jahr die Idee der Kaufdiät vorgestellt habe, kam gleich: „Enge dich nicht so sehr ein! Bestrafe dich nicht!“ Wisst ihr was? Heute kann mir niemand erklären, warum denn der neue Pullover zu meinem Glück beitragen soll.

Ich habe gelernt dankbar zu sein dafür, dass ich mir das kaufen kann, was ich wirklich haben möchte.

Geld für Kleinigkeiten – Wie das die Umwelt und den Geldbeutel belastet

Doch kehren wir meiner subjektiven Erfahrung den Rücken zu und widmen wir uns dem Objektiven: Zum Umweltschutz kann jeder etwas beitragen und das auch mit Hilfe von bewusstem Konsum.

Kleinigkeiten, die die Umwelt und den Geldbeutel belasten

Bitte beachte, dass ich bei den Beträgen gerundet habe. Preise variieren!

Kaffee zum Mintnehmen

Der Coffee to Go: Selbst wenn du eine eigene Tasse dabei hast, kostet der Kaffee mindestens 2 €. Holst du dir jeden Tag während der Woche einen Becher, sind das 10 €, im Monat also schon 40 €!

Müsliriegel für den Energiekick am Nachmittag

Der Müsliriegel beim Bäcker in der Früh: Der kostet 1,50 € und ist meist einzeln eingepackt in Plastik. Wenn die Verpackung weggelassen wird, steigt der Preis gleich auf 1,70 €. Das sind potentiell 34 € im Monat. Bei wunderweib findest du 4 Rezepte, um den Müsliriegel selbst und gesund zu machen.

Brotzeit vom Bäcker

Bleiben wir beim Bäcker am Morgen: Die Semmel für deine Brotzeit kostet beim Biobäcker 1,50 € und kommt in der Papiertüte, die wir auf jeden Fall wiederverwenden wollten. Für die Breze zahlst du 1 €. Hand aufs Herz: Wie viele isst du? Ich definitiv 2. Also sind das jeden Morgen 3€. Im Monat summiert sich das auf stolze 60 €. Hier kannst du nachlesen, wie meine Familie für das GESAMTE Frühstück pro Woche pro Kopf 9 € ausgibt. https://haus-und-beet.de/grundzutaten-bio-fruehstueck/

Geld durch Kleinigkeiten am Morgen im Monat: 40 € + 34 € + 60 € = 134 €

Einkauf in der Mittagspause oder nach der Arbeit bedeutet oft Geld für Kleinigkeiten

Wenn dann der Einkauf der Nahrungsmittel ansteht, sind wir schon müde, hungrig und ausgelaugt. Es soll schnell gehen, denn wir wollen endlich nach Hause. Dabei haben wir uns meistens noch keine Gedanken darüber gemacht, was es als Abendessen geben sollte, geschweige denn, was sich in unserem Kühl- und Vorratsschrank befindet.

Zu gut für die Tonne schreibt, dass jährlich durchschnittlich pro Kopf 55 kg Nahrungsmittel im Müll landen. Pro Tag rechnen sie 150g aus. Wie ist dein Schnitt?

150 g Käse, zum Beispiel, kosten 2 €. Das ist eine Packung, PRO TAG und pro Kopf!

Da aber laut der Statistik 34% Obst und Gemüse im Müll landen, rechnen wir damit:

Auch hier gilt: Preise variieren, denke je 150 g.

  • 1 Kopf Salat vom Bioladen: 2 €
  • 1 braune Banane: 0,50 €
  • Avocado, die schimmlig geworden ist: 2 €
  • 3 verschimmelte Orangen aus dem Netz: 0,50 €
  • Erdbeeren, die im Winter ungenießbar sind: 2 €
  • 1 mehliger Apfel: 0,50 €
  • matschige Tomaten: 1 €

Das macht pro Kopf pro Woche: 2+0,50+2+0,50+2+0,50+1= 8,50 € pro Woche

Verschwendetes Geld pro Jahr: 442 € für weggeworfene Lebensmittel. Pro Kopf!

Geld für Kleinigkeiten – Lebensmittel sind nicht die einzigen Verschwendungspunkte

Der Fokus liegt hier natürlich erst einmal stark auf Lebensmittel. Wenn wir ehrlich sind, dreht sich der Großteil unseres Lebens um das Essen. Deshalb fokussieren wir nun auf materielle Anschaffungen, die den Geldbeutel und die Umwelt belasten.

Reparieren anstatt neu kaufen – Die Wirtschaft macht uns einen Strich durch die Rechnung

Denn oftmals ist es teurer oder fast so teuer, ein Gerät zu reparieren. Diejenigen, die mir also schon öfter geschrieben haben, dass man sich Nachhaltigkeit leisten können muss, haben hier absolut recht: Vor allem Ersatzteile für elektronische Geräte kosten fast genau so viel, wie ein Neues. Wenn wir also die Umwelt schonen wollen, müssen wir mehr Geld ausgeben. Sehr berechtigter Einspruch: Ich kaufe mir ein Ersatzteil und in einem Monat geht ein weiteres Element kaputt. Hätte ich doch mal gleich eine neue Maschine gekauft!

Hast du den Film „Kaufen für die Müllhalde“ gesehen? Schau ihn dir an! Traurig, wütend, machtlos: So habe ich mich dabei gefühlt!

Geld für Kleinigkeiten im Haushalt

  • Putzmittel kosten je nach Hersteller mehrere 100 € pro Jahr. Oh mein Gott! Dabei kann jeder selber einen Orangenreiniger für nur wenige Cent selber machen.
  • Küchenrolle: Stattdessen benutzen wir ENDLICH die Unmengen an Küchentüchern, die wir sowieso alle besitzen.
  • Plastikschwämme: Sie putzen nicht gescheit und sind eklig. Man kann Putzschwämme häkeln oder Holzbürsten* nehmen mit auswechselbarem Kopf.
  • Taschentücher: Das ist auch bei uns umstritten. Für mich und die Kinder, nehme ich alte Tücher, die wir auf dem Dachboden hatten. Ich wasche alles mit den Handtüchern zusammen.
  • Kaffeekapseln: Habe ich früher auch gerne gekauft. 80 € pro Kilo Kaffee sind echt der Hammer! Heute kostet mein Kaffee 24 € pro Kilo, ist Fair Trade und ich kaufe ihn in meinen eigenen Dosen.
  • Abschminkpads, Slipeinlagen, Tampons, Stilleinlagen. Alle belasten den Geldbeutel und die Umwelt. Stattdessen habe ich mir damals 4 Stück Baumwoll Stilleinlagen gekauft. Diese dienen heute als Abschminkpads. Und die Menstruationstasse gibt es mittlerweile auch schon beim DM zu kaufen. Aber Vorsicht: Der billige taugt nix! Kauf lieber gleich die Tasse für 20 €!

Argumente GEGEN die nachhaltigen oder wiederverwendbaren Materialien

Es gibt ja immer ein ABER, das Menschen um mich herum ansprechen. So auch zu den Küchentüchern und Taschentüchern, denn man muss sie ja waschen. Ich werfe unsere Handtücher ja auch nicht weg, sondern wasche sie. Die Servietten, Küchentücher und Taschentücher ergeben so wenig Volumen, dass sie locker zu den Handtüchern passen.

Außerdem empfinden Leute meine Kaffeebohnen als zu teuer. Ehrlich, ich auch! Kaffee trinken ist sowas von NICHT nachhaltig! In dem Fall müsste ich komplett darauf verzichten. WILL ICH ABER NICHT! Das nämlich wäre eine echte Bestrafung für mich! Ich will mich nicht bestrafen! Und von anderen lasse ich mich nicht!

Geld für Kleinigkeiten – Männer bitte zum nächsten Abschnitt springen! Es geht um ein Frauenthema

Zum Thema Menstruation und Stillen gibt es sowieso immer Diskussionen. Das Tabuthema haben die Frauen endlich gebrochen. Die Männer schauen beschämt zur Seite. Liebe Frau: Probier aus, was du willst! Das wichtigste ist, dass du dich dabei wohlfühlst! Die Stilleinlagen aus Baumwolle waren wunderbar, viel angenehmer, als die halb Plastik Dinger zum Wegwerfen. Bei der Menstruationstasse kommt es auf das Modell an. Es heißt nach der Geburt eines Kindes brauche man Größe L. Bei mir funktioniert diese Größe nicht! Ich verwende M.

Trotz des aktuellen Skandals möchte ich den Spiegel verlinken. Eine kurze Berechnung der Menstruationskosten für die Frau lässt mich nur den Kopf schütteln.

Inklusive Fehlkauf der einen Tasse kostete mich meine Periode in den letzten 2 Jahren ca. 30 €. Das war so viel, weil Frau im Wochenbett keine Tampons oder Tassen verwenden sollte. Damals hatte ich noch nicht den Mut zu waschbaren Binden. An besonders starken Tagen (die ersten 2) verwende ich zusätzlich zur Tasse Baumwoll Einlagen. Die kann man sich kaufen oder aus alten Handtüchern selber nähen.

Und dennoch: Auch für uns Frauen ist dieses Thema nicht das Angenehmste! Nimm diese Zeilen als Anregung, nicht als Schelte oder Besserwisserei! Besonders jüngere Frauen sind so durcheinander mit den Hormonen und all der Veränderung. Ich bin mir selber noch gar nicht so sicher, wie ich dieses Thema mit meiner Tochter in 11 Jahren besprechen soll. Hast du für mich Anregungen? Vielleicht auch EXAKTE Worte? Gerne her damit!

Aber bitte keine Grundsatzdiskussion zu Aufklärung, Erziehung und Ähnliches! Dafür gibt es geeignetere Foren!

Männer ihr könnt wieder lesen: Bestellungen aus dem Internet kosten mächtig Geld

Wie viele von uns sind Amazon Kunde? Hände bitte hoch? Ist deine Hand oben?

Was bestellt ihr alles über das Internet: Sind es alltägliche Gegenstände, für die ihr in einen Laden gehen müsstet? Oder größere Anschaffungen?

Die Kleinigkeiten, die Amazon Prime Mitglieder kostenlos zugesandt bekommen sind – AUFGEPASST – teurer als im Laden! Batterien, kleine Werkzeuge, bestimmte Stifte oder Ähnliches sind in einem Baumarkt, Supermarkt und Einzelhandel billiger. Immer!

Deshalb lohnt es sich eine Einkaufsliste zu schreiben mit diesen Kleinigkeiten, um sie beim nächsten Einkauf zusammen zu erwerben. Dabei sparst du nicht nur Geld, sondern auch die umweltschädliche Verpackung in Boxen.

Verschwende nicht dein Geld für Kleinigkeiten – gönne dir echten Luxus!

Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Tipps und Erfahrungen ein wenig weiterhelfen. Manchmal hilft es einfach, wenn man sich eine Woche lang exakt aufschreibt, wofür man Geld ausgibt. Diese Summen kannst du natürlich zurücklegen. Oder du gönnst dir wahren Luxus: Etwas, das dich WIRKLICH glücklich macht und wofür du dankbar bist.

Was ist dein wahrer Luxus? Worüber würdest du dich wirklich freuen?

Du kannst dieses Bild gerne auf Pinterest teilen:

Verschwende nicht dein Geld für Kleinigkeiten
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*Artikel enthält Links und Werbung.

Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
Über Kommentare freue ich mich sehr! Spam wird gelöscht, ebenso sinnlose Beleidigungen! Mein Blog läuft über einen Rechner, der von Ökostrom versorgt wird.

7 Kommentare

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  • Das sind prima Tipps, wobei man halt nur Geld sparen kann, wenn man vorher welches verschwendet hat … ich frage mich echt immer, wer so viele Lebensmittel wegwirft? Bei mir kommt das so gut wie nie vor, es sei denn, ich probiere ein unbekanntes Produkt aus und es schmeckt mir nicht. Essen außer Haus ist die Ausnahme und im Internet bestelle ich nur Dinge, die ich vor Ort nicht bekomme (BHs mit Unterbrustweite 70 sind offline selbst in Fachgeschäften kaum zu bekommen, obwohl das bei Teenies und kleinen Frauen eine sehr verbreitete Größe ist … versteh einer die Welt!).
    Bei Taschentüchern ist das so eine Sache … wenn ich mal erkältet bin, brauche ich einen Tag lang vielleicht 40-50 Taschentücher. Danach kaum noch welche – für den gelegentlichen Gebrauch finde ich Stofftaschentücher ok, aber ich will jetzt nicht viele Dutzend bunkern, um sie einmal alle zwei Jahre zu benutzen.

    • Das mit den Taschentüchern habe ich jetzt nicht ganz verstanden – macht aber nix 🙂 Ich denke mit deinem Einkaufsverhalten bist du eine große Ausnahme! Huch, jetzt wird es „HALLLO! ICH AUCH NICHT!“ Kommentare hageln…

  • Liebe Izabella,
    Wie schon bei deinem Shampoobeitrag denke ich, könnte man erwägen. Das mit den Taschentüchern geht für uns als Allergiker defintiv nicht. Waschbare Einlagen und Abschminkpads wären eine Überlehung wert. Letztere nähe ich aber definitiv selbst. Habe heute im Biosupermarkt geschaut, 28€ für 7 Stück ist mir zu happig. Zumal weiße Kochwäsche hier nur alle 2 Wochen anfällt und ich damit 3 Packungen bräuchte. Aber mein Radar für Plastik war im Biosupermarkt heute sowieso auf rot. Das mit der Menstruationatasse ist mir noch etwas ungeheuer. Zum Leeren und Reinigen hätte ich gerne Wasser, aber im Büro und auch unterwegs habe ich das bisher nur außerhalb der Kabinen.
    Wir hatten gerade erst eine Verstopfung des Abwasserrohres. 35m. Ursache: Damenbinden und Einmalwaschlappen. Die Nachbarin spült das wohl ins WC. Jetzt renovieren wir den Keller und die Beseitigung selbst hat mal eben 800€ gekostet.

    • Oh backe! Ja das ist unpraktisch! Die Menstruationstasse würde ich WIRKLICH von Person zu Person abwägen! Ich habe mich vollkommen an sie gewöhnt – auch unterwegs! Aber wenn du sie ausprobieren willst, dann natürlich lieber erst einmal daheim. Ich schminke mich nicht so häufig, daher brauche ich auch nicht mehr Pads, als 4! Selber nähen ist super, da findest du sehr viele Inspirationen z.B. auf Pinterest! Viele Grüße, Izabella

  • Du hast tolle Tipps gesammelt! Ich musste auch erst lernen, nicht mehr den To-Go-Kaffee ständig zu kaufen.
    Übrigens bin ich ein ganz großer Fan von Stofftaschentüchern. Ich hab auch so viele, dass ich selbst bei Schnupfen damit auskomme. Dann werden sie heiß gewaschen und sind wieder schön sauber.
    Aber ansonsten gehöre ich schon eher zu den Kandidaten, die schnell mal bei Amazon ordern, weil es so schön schnell und einfach geht. Gestern habe ich mir sogar zum ersten Mal meine Lebensmittel vom Supermarkt liefern lassen, allerdings weil ich richtig krank bin und Lust auf frische Sachen hatte. Auf Dauer würde das aber auch noch zusätzlich ordentlich ins Geld gehen …

    • Liebe Jana,
      Amazon ist eben eine wirklich tolle Plattform. Gemütlich und schnell. Aus diesem Gemütlichen versuche ich gerade heraus zu kriechen. Immer einfach? Nein, nein, nein!

  • Hi ,
    Abschminkpads Nähe ich aus einzelbaumwollsocken dessen Partner ein Loch oder gar verschwunden ist. Binden und Einlagen brauche ich zum Glück nicht mehr. Putzmittel stelle ich auch selber her.
    ABER ich geb trotzdem zu viel für Kleinigkeiten aus. Und leider muss ich sagen, werfe ich noch zu viel weg.
    Liebe Grüße Karina