Haus Zero Waste

Kaufdiät 2019 – So sparst du dieses Jahr Geld

Kaufdiät 2019. Spare jeden Monat Geld
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Viele Leute – vielleicht auch du? – haben folgendes Problem: Am Ende des Geldes bleibt zu viel Monat übrig. Alternativ reicht das Geld bis zum Monatsende, aber der Urlaub findet nicht in dem schönen Hotel statt, das ihr euch vorgestellt habt? Dann ist die Kaufdiät 2019 perfekt für dich!

Letztes Jahr habe ich für mich die Kaufdiät entdeckt. Es gibt mehrere Formen davon: Zum einen findet bei uns im Winter die No Spend Pantry Challenge statt. Außerdem kaufen wir verpackungsfrei ein. Schließlich habe ich mich von dem Konsumzwang unserer Gesellschaft distanziert und eine Liste geschrieben mit Gegenständen, die ich kaufen wollte.

Kaufdiät 2019: Leere deinen Vorratsschrank

Manch einer ist überrascht, wenn er seine Vorräte durchsucht. Letztes Jahr haben sich etliche Schätze (und auch nicht) in unseren Küchenschränken versteckt: Viele verschiedene Mehlsorten, exotische Zutaten und auch Probepackungen. Es hat ca. 2 Monate gedauert, bis sich der Schrank geleert hat.

Wie funktioniert die Kaufdiät für die Vorräte

Ganz einfach: Du öffnest deinen Vorratsschrank und die Gefriertruhe und schaust dich um. Jeden Tag nun suchst du dir 1 Vorrat aus und verkochst, verbäckst oder verschenkst es. Währenddessen kaufst du keine neuen haltbaren oder trockenen Lebensmittel ein.

Die Betonung liegt auf haltbar. Denn frisches Obst und Gemüse ist für uns im Winter nach wie vor sehr wichtig. Hier erfährst du, was für frisches Obst und Gemüse im Winter bei uns wächst oder lagert.

Herausforderungen der No Spend Pantry Challenge

Nach nur kurzer Zeit wirst du feststellen, warum du eigentlich diese Vorräte niemals aufgegessen hast. Sie schmecken teilweise einfach nicht. So hatte ich ein paar Jahre lang Lupresso im hintersten Fach meines Küchenregals stehen. Deshalb habe ich ihn verschenkt.

Andererseits kannst du mit dieser Aktion Freunde und Bekannte anstecken. Letztes Jahr hat mir meine Schwester mehrere Gläser Hirse, Quinoa, Dinkelgries und Ähnliches gebracht. Ich habe mich gefreut und habe daraus unter anderem Brot gebacken.

Lustigerweise hat mich diese Kaufdiät angespornt das Brot aus Resten zu backen.

Kaufdiät 2019: Verzichte auf Konsum!

In einer Gesellschaft, in der oft zählt, was wir uns schon wieder Neues gekauft haben, fällt es schwer manchmal abzuschalten. Aber es geht! Wenn ihr einfach mal verzichtet Gegenstände zu kaufen, weil sie gerade zum Beispiel im Angebot sind, seht ihr die Welt mit anderen Augen.

So habe ich mir letztes Jahr eine Liste erstellt mit Dingen, die ich kaufen möchte. Monat für Monat habe ich mir die Liste angeschaut und mich möglichst daran gehalten 1 Objekt daraus zu kaufen und sonst nichts.

Wie funktioniert die Kaufdiät für Neuanschaffungen

Die Regel der Kaufdiät lautet: Jeden Monat darf man 1 Objekt (der Begierde) kaufen. Ansonsten dürfen es Ersatzteile sein, die zur Reparatur von kaputten Gegenständen beitragen. Wenn ihr aus bereits vorhandenen Materialien Neues schafft, sind dafür Utensilien ebenfalls erlaubt.

Also einfach formuliert: 1 neues Objekt pro Monat PLUS Ersatzteile zur Reparatur.

Ausgenommen sind Lebensmittel und alltägliche Produkte, wie Hygiene, Putzmittel. Aber das setzt ihr selber fest. Das hier soll schließlich nur eine Anregung sein und keine Diktatur! (Peitschenhieb)

Ihr werdet feststellen, dass es so vieles gibt, das ihr nicht benötigt. Und nur, weil es rumsteht, macht es einen auch nicht glücklicher.

Wie viel Geld wir letztes Jahr gespart haben durch die Kaufdiät für Neuanschaffungen

Ich habe mich recht gut daran gehalten und habe ein paar Sachen geschenkt bekommen. Aufgrund der Kaufdiät und des verpackungsfreien Einkaufes gehe ich nicht mehr in gewissen Ladenketten einkaufen. Das spart ENORM viel Geld und Zeit. So haben wir pro Einkauf früher locker 100 € ausgegeben und haben mehr als 2 Stunden gebraucht.

Kleidung habe ich mir dieses Jahr gar keine gekauft. Stattdessen hat mir meine Cousine eine riesige volle Tüte geschenkt. Die Hosen daraus reichen mir jetzt für eine Weile, da bin ich mir ganz sicher! Großes Dankeschön dafür! Auch Töchterchen ist jetzt (erst recht) versorgt mit wunderschönen Klamotten.

Alles in allem kommen wir auf mindestens 200 € pro Monat, die wir uns nun sparen und nicht für Unsinniges ausgeben.

Kaufdiät 2019: Verpackungsfrei einkaufen

Dieses Thema ist in aller Munde: Juhu! Daher für euch noch einmal die Regeln für verpackungsfreies Einkaufen (also meine Regeln):

  • Nimmt Stoffbeutel mit und füllt loses Obst und Gemüse hinein
  • Lasst euch an der Frischtheke Käse, Wurst und Fleisch in Tupperdosen abwiegen (wenn sie sich weigern, hackt ruhig nach, zur Not auch beim Filialleiter!)
  • Geht nicht in die Gänge des Supermarktes: Hier gibt es nur abgepackte Waren
  • Beim Bäcker dürfen die Backwaren direkt in den Korb oder Stoffbeutel, da gibt es keine Vorschriften
  • Pfandglas als Verpackung ist erlaubt
  • Wenn schon verpackt, dann in der Großpackung (mehr Volumen hat weniger Oberfläche und somit weniger Müll)
  • Tragt IMMER mindestens eine Tüte und Tupperdose bei euch, am besten auch eine Tasse (ich sage nur Coffee to go)

Meine Erfahrungen mit verpackungsfreiem Einkauf

Endlich falle ich auch mal positiv auf! Denn ich kaufe immer noch mit meinen Tupperdosen ein. Die Verkäuferinnen an der Frischetheke wissen genau, dass ich 3 Sorten Käse, je 10 Scheiben, mild und ohne Grün darin haben will.

Kosten: 20 € pro Woche für hochwertigen Käse, der nicht verschimmelt

Ich habe mit der Ölmühle in unserer Nähe gesprochen: Sie werden mir meinen 10 Liter Kanister wieder mit Sonnenblumenöl auffüllen. Ich muss also den alten Kanister nicht wegwerfen und einen neuen kaufen.

Auch die Kaffeemühle in unserer Nähe (alternativ der Tchibo in der Innenstadt) füllt mir die Bohnen in meine Dosen. Dafür geben sie mir sogar 5% Rabatt. Besser, als nichts.

Der Ehegatte ist beim Sushi-Mann auch schon beliebter Kunde. Er wird begrüßt mit den Worten: „Sushi zum Mitnehmen später, in Dosen!“ Ich sage nur Datenschutz…

Zum Schluss sei noch unser griechisches Restaurant erwähnt: Manchmal schaffen wir unsere Portionen nicht. Auch wir nehmen die Reste mit nach Hause. Mit dem Chef-Kellner habe ich mich deshalb unterhalten und folgende Lösung gefunden: Wenn wir Essensreste mitnehmen wollen, bekommen wir sie in einer Auflaufform mit, zugedeckt von einer zweiten Auflaufform. Im Laufe der Woche bringe ich diese gewaschen wieder zurück!

Feedback zu meinem Konsumverhalten

Aber das Witzigste ist: So viele Menschen aus meinem Umfeld sprechen mich auf das Thema verpackungsfrei an! Es stellt sich heraus, dass dieser verpackungsfreie Trend in meiner Generation angekommen ist. Manche entschuldigen sich sogar bei mir, wenn es mal nicht klappt!

Hier möchte ich doch einmal eines klarstellen: Ich bin NICHT die Öko-Polizei! Es freut mich total, wenn ich jemanden dazu bewegen kann Müll zu vermeiden. Aber ich werde euch NIEMALS einen Vortrag halten! Dafür sind die neu eingesetzten Müll-Kontrolleure von München zuständig, habe ich im Radio gehört.

Und noch eines möchte ich betonen: Bei uns klappt es nicht immer! Wir sind weit weg vom so genannten Zero Waste! Ich rühme mich nicht mit perfekter Nachhaltigkeit, denn meine Kilometerzahl mit dem Auto ist wirklich bedenklich! Doch ich sehe zurzeit keine Alternativen. Ich gelobe Besserung!

Wie stehst du zu Kaufdiäten? Hast du schon mal eine gemacht? Oder bist du ganz anderer Meinung?

Du kannst dieses Bild gerne auf Pinterest teilen:

Kaufdiät 2019. Spare monatlich Geld.

*Dieser Artikel enthält Links und Werbung

Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
Über Kommentare freue ich mich sehr!
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Mein Blog läuft über einen Rechner, der von Ökostrom versorgt wird.

31 Kommentare

Kommentieren

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    • Wirklich? Davon habe ich noch gar nicht gehört! Bei Käse und Wurst stellen sie sich gerne an! Aber an Backwaren ist nun wirklich nichts dran!

  • Super Blog!

    Vor allem finde ich die “ nicht Öko-Polizei“ Aussage toll. Ich denke, dass viele sich grundsätzlich Gedanken über Konsum und nachhaltiges Leben machen auch ohne Greenpeace Mitgliedschaft.
    Auch bei uns klappt es mal besser, mal wieder weniger gut. 1 Jahr ohne Kleidung zu kaufen war für mich kein Problem. Dann hab ich Tauschbörsen und secondhand Apps für mich entdeckt. Aber jetzt werde ich mal den Vorratschrank Diät ausprobieren. Danke für diese Idee und für Dein toller Blog.

    Liebe Grüße aus FFM,
    Milka

  • Hallo,

    es gibt etwas, was mich etwas ärgert…

    Alle sagen „spare“….

    – spare an Plastik
    – spare am Konsum
    – spare Geld
    – spare an dies und jenes

    Hört sich ja auch echt gut an!

    Doch das Problem: Ein Hartz-IV-Empfänger kann nicht mal 20,00 € und mehr an der Käse-/Wurst-/Fleisch-/Fischtheke was holen. Habt Ihr mal daran gedacht, dass es auch Menschen gibt, die wirklich arm sind und trotz Bewerbungen keinen Job bekommen? Weder Vorort noch an einem anderem Ort und auch keine Unterstützung erhalten? Oder kaum Wissen, wie sie den Monat überleben wegen Nachbarn mit dem Haustürschlüssel einen 10 cm Lackschaden am Auto hinterlassen zu müssen und man keine Anzeige machen kann, da man nicht weiß, welcher es war und wegen des Friedens? Weil man kein Geld hat die Reparatur und den Lack, selbst wenn man zur günstigsten Werkstatt am Ort fährt? Oder an Alleinerziehende, wo der Vater sich nicht um das/die Kind/er kümmert? An die Behinderten, die zwar Pflegegeld bekommen, aber genau wie Hartz-IV-Empfänger und deren Kinder eben NICHT sparen dürfen, weil der Staat sie daran hindert (Stichwort: Schonvermögen) bzw. sie am existenzminimum klein hält? Oder an die, die niemanden haben? Von Jugendämter und Gerichten mal ganz zu schweigen, so wird das Selbstbewusstsein & -wert eines Menschen systematisch zerstört.

    Ja, wirklich, sehr einfach macht Ihr es Euch mit „sparen“, ohne mal an andere zu denken, die es wesentlich schlechter geht als Euch, aber genau da fängt es ja bei Euch sparen an: Nicht bei Plastik, Konsum, Geld oder so, sondern Ihr spart an der Menschlichkeit…. Gerade da als erstes, denn Hauptsache einem selbst geht es besser als anderen 🙁

    • Das, was du beschreibst, ist korrekt: Die Politik und der Staat bestimmt das, das solltest du bitte nicht vergessen! Ich finde es in keinster Weise unmenschlich, wenn ich mich um die Umwelt kümmere, ich verstehe deinen Zusammenhang nicht!

      • Hallo Isabella. So unrecht hat „Anonym“ mit seiner Ansprache nicht. Bei uns gibt es das Sprichwort: „Nachhaltigkeit muss man sich leisten können“. Und ich wette mit Dir, in spätestens zwanzig Jahren, wenn all die prekär-Beschäftigten von ihrer kümmerlichen Rente leben müssen, interessiert es diejenigen nicht mehr ob etwas Bio, oder nachhaltig ist. Es interessiert nur noch, ob und wie sie satt werden. Ich bin kein Sozialökonom, aber schon fünfzig Jährchen Au der Welt, und ich beobachte immer mehr, wie die Besserverdiener, laut über Nachhaltigkeit / Umweltschutz / Biologisch korrekte Ernährung über die Leichen derjenigen gehen, die sich diesen, verzeihe mir den Ausdruck, Irrsinn, nicht leisten können oder wollen.

        Wenn ich so Beiträge, mit hoch erhobenen Zeigefinger, lese, frage ich mich ernsthaft, wie die Menschheit bisher überleben konnte,…ja, wie es meine Generation 50+, geschafft hat, überhaupt dieses Alter zu erreichen, wo doch alles so gefährlich / giftig / ungesund sein soll.
        Tut mir leid, aber ich mache bei dieser Hysterie nicht mit.

        • Liebe Marita,
          Mein Zeigefinger ist sowas von nicht hoch erhoben – das betone ich regelmäßig. Bei Nachhaltigkeit höre ich oft: Entweder ganz oder gar nicht. Somit macht sich erst eine, wie du es nennst, „Hysterie“ breit. Da bin ich auch nicht dabei! Jeder Schritt zählt, denn ich möchte in 20 Jahren nicht in einer Müllhalde leben. Mich würde interessieren, wen du als „über Leichen gehende Besserverdiener“ meinst. Denn die brauchen doch gar nicht sparen, oder?
          Viele Grüße, Izabella

          • Isabella, wen ich mit den „Besserverdienern, die ständig jedem vorschreiben wollen das man gefälligst ökologisch / nachhaltig / am besten noch völlig vegan leben soll“ meine?! „tief Luft holt: Allen vorran die Partei „Bündnis 90 die Grünen“ und deren Wähler, gefolgt von der „Deutschen Umwelthilfe“ gefolgt von diversen „angeblichen“, teils sehr dubiosen Umweltorganisationen, deren CEO’s fünfstellige Monatseinkommen haben. Ich möchte Dich nicht persönlich angreifen, aber Du schreibst, dass Dein Rechner mit Ökostrom läuft….Hast Du Dir auch Gedanken darüber gemacht, mit welchem Aufwand, und seltenen Erden, von deren umweltschädlicher Gewinnung nicht zu reden, dieser Luxus: Ökostrom, überhaupt bereit gestellt werden kann? Info: Die Herstellung eines, der viel gehypten Elektroautos, verbraucht in der Herstellung soviel Resoursen und produziert soviel Umweltgifte, das ein vergleichbarer herkömmlicher Verbrenner-Pkw 500.000 km fahren müsste, um das zu erreichen. Aber ich schweife ab, sorry.

            Worauf ich in meiner ersten Antwort hinaus wollte ist: Niemand, absolut niemand hat das Recht, anderen Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben ohne ihnen gleichzeitig die Mittel zur Verfügung zu stellen, diese auch bezahlen zu können. Stichwort Ökostrom. Der Strom wird durch die EEG- Umlage ständig teurer, gleichzeitig verschenken! Wir Strom ins Euro-Ausland. Stichwort Allergien: Warum hat meine 50+ Generation deutlich weniger Allergien als die nachfolgenden Generationen? Wo doch, früher, zu meinen Kindertagen deutlich mehr Umweltgifte wie Blei, Kadmium, Quecksilber Löungsmittel und was weiß ich in den Produkten Boden und in der Luft enthalten waren?
            Es gibt allerdings einen Punkt, in dem ich Dir Recht geben muss, und das ist die Plastikflut…aber auch hier, wir Deutschen produzieren einen kleinen, einstelligen, Prozentsatz des weltweit anfallenden Plastik-Abfalls, welcher auch noch zu 50% recycelt wird.
            Lange Rede, kurzer Sinn: Wir Deutschen können es, Angesichts des immer größer werdenden Niedriglohn Sektor, uns schlicht nicht leisten, Vorreiter bei der Rettung der Welt zu sein. Denn, wie ich schon Eingangs erwähnte, „Man muss es sich leisten können“, und immer mehr Menschen im reichsten Land der EU können es sich, aus unterschiedlichsten Gründen, nicht bezahlen.

            Sorry für den Wall of Text, aber ich finde es Wichtig, diesem Öko-Hype Substantiv etwas entgegen zu setzen.

            So, das wären meine, zwar längst nicht alle, meine Argumente.
            Einen schönen Abend, Marita

          • Liebe Marita,
            Das Argument mit den CEOs im Umwelt/Biosektor höre ich oft. Doch niemand stellt die Gehälter der CEOs in der „normalen“ Wirtschaft in Frage?
            Da niemand niemandem hier etwas vorschreibt, brauche ich mich für meinen Ökostrom nicht zu rechtfertigen. Seltene Erden sind nicht besser oder schlechter, als Uranbergwerke. Jeder entscheidet selber – was für ein Glück, dass wir das können.

    • Was ist daran unmenschlich? Ich kann mich doch für die Umwelt einsetzen und auch für benachteiligte Mitmenschen. Und Sparen ist doch auch nicht zwingend unmenschlich. Einen Teil des durch die Kaufdiät gesparten Geldes kann ich dann locker und mit Freude spenden.

  • Hallo aus dem Land Brandenburg
    Ein sehr schöner Beitrag. Auch ich habe mich in diesem Jahr sehr mit Nachhaltigkeit beschäftigt. Die Tipps sind sehr gut. Ich mache chön viel davon und für mich ist dieser Weg der Richtige. Ich mache auch meine Pflegeprodukte und Reinigungsmittel selbst. Beim Kochen und Backen bin ich kreativer geworden. Es gibt jetzt Zutaten die ich vorher nicht kannte. Bei dm gibt es Stoffbeutel zu kaufen, diese können wenn sie auch nach vielem Waschen nicht mehr schön aussehen in neue getauscht werden. Im letzten Monat habe ich fast ausschließlich nur von meinen Vorräten gelebt und es war toll. Ich kann nur sagen weiter so. Es macht Spaß. Und jeder kann mitmachen. Egal wie kleine Minischritte sind entscheidend. Liebe Grüße

    • Liebe Ivonne,
      Vielen Dank für deine schönen Worte! So sehe ich das auch: Kleine Schritte führen zu größeren 🙂
      Viele Grüße, Izabella

  • Liebe Izabella, bei mir war es ganz aktuell der Black Friday und eine Therapiedecke für meinen Sohn der krankheitsbedingt Schlafstörungen hat. Von 499.- auf 199.- runtergesetzt. Andere Kinder in der Selbsthilfegruppe haben nur gute Erfahrungen mit den Decken. Bestellen? Andere Dinge waren am Freitag wichtiger.
    Cyber Monday und wieder eine Werbung, dass das Angebot nur bis 23:59:59 gilt. Mein Sohn findet das Ding affig und bockt. Nun gut, über seinen Kopf hinweg geht gar nicht und wenn er es gar nicht probieren will……. lass ich es. Aber Schade schon, bei dem tollen Angebot.
    Mittwoch. Was soll ich sagen: es gibt einen Christmas Sale und die Decke ist wieder im Angebot, diesmal für sagenhafte 219.- €. Jetzt fühl ich mich veräppelt und denke nicht mal mehr dran.
    In meinem Portemonaie habe ich eine Karte: <3 brauche ich das jetzt wirklich? <3
    Sollte ich mir auch an den Laptop hängen.

    • Das ist eine tolle Idee mit der Karte!!!
      Ja, das ist wirklich so ein Ding: Du suchst dir etwas aus, du bist überzeugt, dass es dem anderen hilft und Freude bereitet und dann kommt nur: „Brauch ich nicht, will ich nicht!“ Weihnachten ist da doch sowieso ein Spezialfall, nicht wahr? 🙂
      Viele Grüße und lieben Dank für deinen Kommentar! Izabella

  • Hallo Izabella,

    ich finde deinen Beitrag toll. Leider kann ich das nicht alles umsetzen. Ich möchte gerne verpackungsfrei leben, aber das geht finanziell bei mir leider gar nicht. Für Obst und Gemüse nutze ich bereits Stoffbeutel. Und wenn ich diese mal vergessen habe, nutze ich die Tütchen aus dem Laden hinterher als Windelbeutel. Als Biomülltüten verwende ich entsprechend gefaltete Zeitung. Als nächstes möchte ich mir Küchenschwämme aus Naturpaketband häkeln und Haushaltsreiniger selbst herstellen. Ich fand beides auf einem tollen Blog.
    Bei Käse, Wurst und Fleisch ist das aber wieder etwas anderes. An der Frischtheke ist beides teurer als wenn man es abgepackt aus dem Regal nimmt. Und selbst da achte ich genau auf den Preis und vergleiche verschiedene Marken und Sorten nach Kilopreis. Am Ende kaufe ich das günstigste, auch wenn es nur 10 Cent günstiger ist, als ein vielleicht besseres Produkt. Ich drehe jeden Cent dreimal um, bevor ich ihn ausgebe und bin immer ganz stolz, wenn ich einen Wocheneinkauf mit 40€ geschafft habe (3-köpfige Familie, Kind ein knappes Jahr alt). Kleidung habe ich mir schon lange nicht mehr gekauft. Die letzte teure Anschaffung war der Kindersitz fürs Auto und das hat geschmerzt, aber es musste sein. Ebenso wie TÜV und Inspektion kurz zuvor. Die Verpackungsfreiheit ist finanziell einfach nicht drin.

    Gruß Caro

    • Liebe Caro,
      Du bist ja schon mitten drin im Thema verpackungsfrei! Das finde ich persönlich wirklich toll!! Beim Thema Autositz ist mir aufgefallen, dass Medien so stark suggerieren, dass wir uns den teuren NEUEN Sitz kaufen müssen. Das halte ich für absolut bescheuert! So ein Sitz kostet ab 80 € und die kleinsten werden je 1 Jahr lang benutzt. Hier also definitiv ein Sparansatz: Das nächste Mal kann es der gebrauchte Kindersitz sein. Er darf natürlich nicht beschädigt sein. Persönliche Frage: Wo wohnst du denn? Meine Tochter braucht den Kindersitz Größe 2 nämlich noch 6-9 Monate lang, danach kannst du den sehr gerne haben! Schreib mir einfach eine E-Mail!
      Viele Grüße, Izabella

  • Toller Beitrag. Allerdings kann ich den Punkt mit dem „Vorratsschrsnk leeren“ nicht in die Tat umsetzen, denn so etwas gibt es in unserem Haushalt nicht. Ich mache mir jede Woche einen Plan, was ich kochen möchte und kaufe dann nach Liste ein. Außer Nudeln & Co und Gewürzen & Co haben wir nichts auf Vorrat da. Dafür reicht auch der Platz in den Schränken gar nicht aus. 😀

    • Ha 🙂 „Mangelnder Platz“ hat oft Vorteile 😉 Ich bin da wirklich katastrophal! Wir könnten immer 3 Monate lang eingesperrt sein und würden nicht verhungern… Nicht, dass ich das ausprobieren möchte!

      • Den Ansatz finde ich super und werde auch mal hergehen und jeden Tag was aus dem Vorrat verwenden. Allerdings lebe ich mit einem Katatrophen-Schützer zusammen. Ganz bekomme ich es nicht zusammen, irgendwie geht die Regierung davon aus, dass in jedem Haushalt Vorräte für x Wochen vorhanden sind. Ein bisschen hamstern ist quasi Bürgerpflicht 😉

  • Hallo und danke. Ich staune über so einiges, sowohl in deinem Artikel als noch viel mehr in den verschiedenen Kommentaren.
    Vorräte, egal wie groß, halbjährlich durchzugehen, um auch MHDs zu kontrollieren und sich anschließend je nach Volumen eine oder zwei Wochen davon zu ernähren – perfekt.

    Wie passt Kaffee to go zum Sparkonzept?
    Das ist einer der bestkalkulierten oder überteuertesten Artikel des Konsums.

    Neuanschaffungen erfolgen bei uns schon seit Jahren zu ca. 70% Secondhand. Inklusive Bekleidung.

    Verpackungsbewusst einkaufen – wenn es nicht in die mitgebrachten Taschen passt, bleibt es im Geschäft.

    Extra Taschen bezahle ich nicht, und wie viel ich brauche, hab ich mir vorher schon überlegt, und entsprechend Taschen mitgenommen. Alles andere ist mal wieder in Versuchung geführt – und nachgegeben.

    Ich denke, du hast viele aufgerüttelt und Anregungen gegeben.

    • Ja, Kaffee ist bei mir eine Pflicht und Kür zugleich! Oft hole ich mir keinen Kaffee, sondern leihe einer Freundin die Tasse… Aber keine Ausreden!
      Danke für deinen Kommentar!

  • Hallo,
    ich arbeite im Einzelhandel. Leider gibt es gesetzliche Vorgaben, die wir einhalten müssen. Mein Unternehmen testet gerade in einigen Häusern an Käse, Fisch und Metzger die Tupperdosen Variante. Wichtig dabei ist, dass der Kunde seine Dose auf ein Tablet stellen muss, dieses wird dann auf die Waage gestellt. Die Thekenbedienung darf die Dose nicht berühren bzw. die Kundendose darf hinter der Theke keine Arbeitsfläche berühren. Beim Bäcker werden die Produkte über die Theke gereicht, dort ist es in Ordnung für unsere Gesetze… in unserer Obst- und Gemüseabteilung gibt es waschbare Stoffnetze, ähnlich wie Wäschenetze zum geringen Preis. Zusätzlich haben wir eine große Auswahl von regionalen Anbietern, meist in Bio- oder Demeterqualität. Diese Produkte sind fast ausschließlich in Glas verpackt.

    Leider sieht es so aus, als würden unsere Kunden nur manche regionale Produkte und die Obstbeutel annehmen. Im Januar soll verstärkt geworben werden und dann heißt es abwarten.

    LG

    • Liebe Sarah,
      Es freut mich, dass eine Stellungnahme von „der anderen Seite“ kommt 🙂 Ich drücke euch die Daumen, dass die Werbeaktion funktioniert!
      Viele Grüße, Izabella

  • Die Kaufdiät ist eine sehr interessante idee, die ich nächstes Jahr unbedingt probieren werde. Leider erwische ich mich in letzter Zeit öfter mit noch und noch einem sportshirt (etc), das ich eigentlich nicht bräuchte. . Das ist also ein super Ziel für 2019. Danke!

  • Vielen Dank für Deinen informativen Beitrag. Ich versuche mich seit einiger Zeit mit „low waste“ und komme immer besser zu recht. Die Pizzen vom Italiener nehme ich z. B. in runden Pizzablechen mit, ein großes als Boden und zum Abdecken ein etwas kleineres. Der Kellner war fasziniert und fand’s toll (spart drei Kartons, die kosten ja schließlich auch was). Immer ne Dose/Becher und n Beutel dabei zu haben ist anfangs gewöhnungsbedürftig aber geht rasch in Fleisch und Blut über. Ich freue mich immer, wenn ich Vorhandenes, was ich so nicht benutze, umfunktionieren kann, z.B. die Tupper Käsedose als Tortentransportbox. Mein nächstes Projekt ist Balkonkompost…

    • Liebe Anika,
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Also empfehlen kann ich zutiefst die Bokashi Eimer! Auch auf dem Balkon lassen sich die Essensreste gut kompostieren!
      Viele Grüße, Izabella