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Kaufdiät – Diese Auswirkungen hat sie auf dich

Kaufdiät
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Seit Dezember 2017 führe ich die Kaufdiät durch und habe sie mittlerweile verinnerlicht. Mit dem Beitrag Kaufdiät 2019 habe ich viele Gemüter bewegt. Heute möchte ich euch, liebe Leser, näher bringen, was diese Challenge bei mir für Auswirkungen hat.

Der Einstieg in die Kaufdiät – Idealismus und Perfektionismus helfen nur begrenzt

In meinem Artikel zum Konsumverhalten habe ich bereits betont, wie sehr ich mich gegen unsere Konsumgesellschaft wehre. Die Freude, die ich beim Kauf von Objekten empfinde, hält sich in Grenzen – das war schon immer so.

Was der Sinn der Kaufdiät ist

Bei der Kaufdiät geht es darum, den Konsum zu überdenken: Brauche ich wirklich die 5. Haarbürste? Muss es dieses Jahr ein neues Handy sein, obwohl das „alte“ noch vollkommen in Ordnung ist? Und ist der blaue Pullover, den ich bereits in grün daheim habe, mein allerliebster Herzenswusch?

Mir geht es bei dieser Challenge nicht darum mich zu bestrafen oder einzuengen. Mein Kleiderschrank – und das der Kinder auch –  platzt aus allen Nähten, in meiner Küche finde ich schon wieder keinen Platz mehr um meine Sachen zu verstauen, und unser Wohnzimmer – ach was, das GANZE HAUS – ist übersät von Spielsachen.

Deshalb kaufe ich mir dieses Jahr pro Monaten EINEN Gegenstand – in Zahlen: 1!

Ausgenommen von dieser Regel sind Nahrungsmittel, Hygieneartikel und für Reparaturen benötigte Ersatzteile. Für mich persönlich nehme ich auch Erde und Saatgut von der Liste.

Wie realistisch ist das Ziel der Kaufdiät

Ein Gegenstand pro Monat ist wirklich nicht viel. Wenn ihr, so wie ich, 2 Kinder daheim habt, überschreitet man schnell dieses Einkaufsziel. Sachen gehen einfach kaputt, wenn 2 kleine Wesen die Welt entdecken. Auch ohne Kinder (oder älteren) fallen regelmäßig Neuanschaffungen an, weil man Altes nicht mehr reparieren kann.

Doch viel wichtiger ist das Gefühl, das einen überkommen kann: Ich DARF mir nichts kaufen, denn sonst breche ich mit meinem Ziel. So ein zwanghafter Perfektionismus kann ganz schnell umschlagen in eine Trotzreaktion. Daher kann ich euch nur empfehlen: Setzt euch realistische Ziele! Ihr könnt gerne an eure Grenzen stoßen, sie zu übertreten macht wenig Sinn.

Die Reaktionen und Aktionen deines Umfeldes werden sich ändern

Zunächst werden deine Mitmenschen um dich herum den Kopf schütteln und nicht verstehen, was ihr bitte jetzt eigentlich wollt. Doch nach kurzer Zeit wird es umschlagen: Dein Umfeld wird dir zuhören, nachdenken und vielleicht teilweise sein Kaufverhalten ebenfalls verändern.

Und das Schönste ist – ja, das passiert mir jetzt häufig: Ihr werdet nicht mehr sinnlose Geschenke erhalten. Die Leute um dich herum werden dich aktiv danach fragen, worüber du dich z.B. zum Geburtstag freuen würdest.

Kaufdiät für ein Jahr – erstelle eine Liste mit Wünschen

Setze ich aktiv hin und frage dich: Was wünsche ich mir? Was sind Gegenstände, die ich WIRKLICH haben möchte? Was sind Sachen, die ich brauche?

Schreib eine Liste: Nimm einen Stift und Papier und liste untereinander auf, was du dir kaufen möchtest. Hänge die Liste zum Beispiel an den Kühlschrank. So siehst du sie regelmäßig, kannst sie verändern, abhaken. Automatisch wird die Liste länger sein, als 12.

Suche dir in jedem Monat EINEN Gegenstand aus, den du dir kaufst. Schon bald wirst du merken dass deine erstellte Liste voller Gegenstände ist, die dich bald gar nicht mehr interessieren. Stattdessen wirst du dir ECHTE Wünsche erfüllen können. Bei mir war das ein wunderschönes Gewächshaus. Weiter unten findest du meine Wunschliste vom Januar 2018.

Die Kaufdiät verändert dich!

Zumindest hat sie das bei mir getan: Ich kaufe einfach nicht mehr alles, was mir über den Weg läuft. Wenn es mal heißt: „Oh, du musst das unbedingt kaufen!“ oder „Kauf dir mal ein neues – füge hinzu, was du mir empfiehlst“, bewegt mich überhaupt nicht. Ich schaue erst einmal nach, was ich schon daheim habe. Und das ist oft ausreichend. Oder ich bin inspiriert, dann kommt es auf meine Wunschliste.

Man kann auch nicht mehr mitreden, wenn es um neueste Mode geht oder tolle, unbequeme aber schicke Schuhmodelle, die im Angebot waren. Allein folgende Aussage hat mich im letzten Jahr etwas umgeworfen: „Wenn die Klamotten nicht so viel kosten würden, würde ich sie alle kaufen!“ Man denkt einfach um!

Sperrt die Kaufdiät aus dem sozialen Leben aus?

Überhaupt nicht, im Gegenteil: Wenn es nicht mehr darum geht überall Geld auszugeben, kann man ganz entspannt die Zeit mit Freunden und der Familie verbringen. Jeder wird sich darauf eingestellt haben, dass ein großes Shopping ausgeschlossen ist. Stattdessen genießen alle die Zeit und die Gesellschaft.

Ein Rückblick auf die Kaufdiät 2018

Was ich im Januar 2018 gekauft habe

  • (Saatgut)
  • (Aussaaterde – in Plastikbeuteln! Ich habe jetzt eine Möglichkeit gefunden Erde lose zu kaufen.)
  • Faschingskostüm für den Sohnemann (Ein gebrauchter Umhang und Teufel Dreizack). Dieses Kostüm gefällt ihm so gut, dass er es 2019 auch anziehen möchte.
  • Leguano Schuhe* für den Sohnemann (er hat Anfang Februar Geburtstag). Das sind wundervolle Schuhe!
  • 2x 5 Liter große Einmachgläser, um verpackungsfrei Mehl kaufen zu können. Das war ein großer Fehlkauf!
  • Scharniere für einen Frühbeetdeckel – Hier findet ihr Informationen, wie man Gemüse im Frühbeet anbaut.
  • Frühbeetdeckel Öffner* – TOLLES tolles Teil!

Meine eigene Wunschliste für die Kaufdiät war Folgende

  • Effektive Mikroorganismen aktiv (25 Liter) – brauche ich gar nicht mehr!
  • Schwarzes Gold, viele Kilogramm – ebenfalls benötige ich die nicht! Ich habe so viel Kompost mit Bokashi hergestellt, dass das für den Garten vollkommen ausreichend ist.
  • Lab für Käseproduktion – PERFEKT!
  • Trommel für Gartenschlauch – Die ist absolut klasse!
  • Material zum Verlegen der Terrassensteine (die Steine haben wir schon) – Das war eigentlich nur Kies und Sand
  • Getreidemühle* – Das brauche ich eigentlich gar nicht…
  • Butterdose aus Keramik – Habe ich geschenkt bekommen!
  • Noch eine von den tollen Klobürsten – Mir reicht eine vollkommenQ!
  • kleiner, induktionsfähiger Kochtopf, unbeschichtet (brauche ich nicht wirklich, wäre nur sehr praktisch) – Gab es nicht
  • Gewächshaus (man darf ja wohl träumen, oder?) – JUHU JUHU JUHU!
  • 100 m² oder mehr für zusätzliche Gemüseproduktion (Ich arbeite bei einem SOLAWI mit, das muss erstmal reichen)
  • Gipskarton, Spachtelmasse und mehr, um unsere Wand zu schließen (das verzögert sich noch)
  • Feuchtigkeitsmesser für Wände (haben wir ausgeliehen bekommen)
  • Lampe für Gästezimmer – CHECK
  • neue Lampe für das Esszimmer – nix da!
  • Wandlampen fürs Kinderzimmer – Das wäre Verschwendung!
  • Sommer Lichterkette für die Terrasse – Wir haben die weihnachtliche Beleuchtung das ganze Jahr über dran. Sterne gibt es das ganze Jahr über!
  • neuer Wäscheständer – wir haben unseren alten noch.
  • neuer Laptop, wenn dieser hier den Geist aufgibt – CHECK, ein gebrauchtes, total super Modell
  • Dutch Oven 6* – Ich habe einen glasierten Gusseisen Bräter mit Deckel. TOLL
  • Gartenhäcksler – Och ne…
  • Ein ordentlicher BH – Vorschläge? – Mittlerweile habe ich einen ganz tollen!
  • Schneidebrett aus Granit/Marmor/Keramik – Ich denke das hat immer noch viel Zeit!

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Kaufdiät verändert Einstellung

Dieser Artikel ist verlinkt mit EiNaB.

*Dieser Artikel enthält Werbung

Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
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