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Sauerteig ansetzen in 3 Tagen: Eine einfache Anleitung

Sauerteig anetzen in 3 Tagen
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Dauer, um Sauerteig anzusetzen: 30 Minuten (alle Schritte zusammen)

Wartezeit: 3 Tage

Schwierigkeit: Sehr einfach

Sauerteig ansetzen ist sehr einfach. Innerhalb von 3 Tagen ist er fertig, aber noch nicht ganz einsatzbereit.

Um einen wirklich wirksamen Sauersteig zu erhalten, müsst ihr den Teig immer wieder füttern und ausprobieren, wie stark er schon ist. Nachdem ich den Sauerteig angesetzt habe, hat es ungefähr zwei Monate gedauert, bis das Brot damit weich und voluminös geworden ist. Das Brot, das ich mit jungem Sauerteig gebacken habe, war trotzdem sehr lecker und extrem sättigend.

Materialliste für Sauerteig ansetzen

  • Küchenwaage*
  • eine große Schüssel
  • ein Kochlöffel
  • Roggenmehl
  • Wasser
  • Küchentuch
  • Schraubglas (von Gurken, Oliven, Kirschen)

Sauerteig ansetzen mit Roggenmehl

Ich setze Sauerteig grundsätzlich mit Roggenmehl an. Ebenfalls einfach möglich ist das Ansetzen mit Dinkelmehl. Da Dinkelmehl jedoch 3 Mal so teuer ist, wie Roggenmehl, verzichte ich darauf.

Um also Sauerteig anzusetzen, braucht ihr: 300 g Roggenmehl und 300 g Wasser. Es ist wichtig, dass ihr Roggenmehl verwendet. Nur dann bilden sich die wichtigen Milchsäurebakterien, die das Mehl-Wasser Gemisch zum Sauerteig machen. Weizenmehl funktioniert hierfür nicht, außer Vollkorn. Wenn ihr wissen wollt, was es mit den Mehltypen auf sich hat, bitte hier entlang.

Sauerteig Anstellgut ansetzen

Ihr könnt natürlich Sauerteig mit dem Thermomix ansetzen; Das ist meiner Meinung nach aber Zeitverschwendung und vor allem Stromverschwendung.

Tag 1 Sauerteig ansetzen

Am ersten Tag verrührt man 100g Roggenmehl mit 100g Wasser in einer großen Schüssel. Das Wasser sollte nicht zu kalt sein, das verzögert den Gärungsprozess. Die Schüssel, abgedeckt mit einem Küchentuch, sollte ab diesem Zeitpunkt an einem Ort stehen, der warm und nicht zugig ist. Kalte Luft ist nicht förderlich für einen Sauerteig. Stattdessen kann die Schüssel auf einem Heizkörper oder im ausgeschalteten Backofen stehen.

Tag 2 Sauerteig ansetzen

Nach 24 Stunden rührt uhr die Mischung um. Nun fügt ihr erneut 100g Roggenmehl und 100g Wasser hinzu. Die Schüssel wieder an einem warmen Ort abgedeckt abstellen und erneut 24 Stunden stehen lassen.

Tag 3 Sauerteig ansetzen

Am dritten Tag kommen ein letztes Mal 100g Roggenmehl und 100g Wasser zum Anstellgut. Wieder verrührt ihr alles gut, deckt die Schüssel ab und stellt sie an einen warmen Ort. Seid ihr schon ungeduldig? Das war der letzte Schritt!

Tag 4 Das Anstellgut ist fertig

Nach weiteren 24 Stunden sollten sich Bläschen im Teig gebildet haben, die man auf der Teigoberfläche und beim Rühren sieht. Der Geruch sollte säuerlich sein, auf gar keinen Fall faul. Wenn der Teig faul riecht, bitte sofort wegwerfen und von vorne anfangen!

Nun ist ein Sauerteig entstanden, den man zum Backen verwenden kann. 150g von diesem Teig reichen für 500g Mehl. Wie bereits erwähnt, wird dieser junge Sauerteig kein besonders voluminöses Brot erschaffen. Dennoch wird es zu leckerem Sauerteig Brot. Mit der Zeit wird das Anstellgut kräftiger.

Sauerteig vermehren

Jedes Mal, wenn ihr ein Sauerteig Brot backen wollt, vermehrt ihr den Sauerteig:  Gebt 100g Roggenmehl und 100g Wasser zum Anstellgut und wartet 24 Stunden lang. Verwendet niemals den kompletten Sauerteig, um ein Brot zu backen. Sonst müsst ihr von vorne anfangen.

Lagerung des Sauerteiges

Den Sauerteig, den ich nicht verbacke, fülle ich in ein einfaches großes Schraubglas. Bitte kauft euch nicht ein Glas dafür, denn ich bin sicher, dass ihr saure Gurken, rote Beete oder Kirschen oder Ähnliches aus dem Glas esst. Einmal durchgespült, sind diese Behälter sauber genug für die Lagerung. Sauerteig benötigt auch keine keimfreie, sterile Umgebung.

Im Kühlschrank hält sich der Sauerteig Monate lang. Wenn er nicht gefüttert wird, entwickelt sich eine dunkle Flüssigkeit auf der Oberfläche. Es sieht so aus, als ob der Teig schlecht würde, aber dem ist nicht so. Solange diese Flüssigkeit obenauf schwimmt und der Teig säuerlich riecht, ist alles in Ordnung. Ich habe ein bisschen von dem Sauerteig eingefroren, falls mir tatsächlich mal ein Missgeschick passiert. Sollte ich dieses Gefrorene einmal benötigen, muss ich ihn nur bei Raumtemperatur auftauen lassen. Danach ist er wieder einsatzfähig.

Roggenbrot mit Sauerteig Rezept

Hier noch mein absolutes Lieblings-Rezept für ein Roggenbrot mit Sauerteig. Es ist einfach, benötigt kaum Zutaten und schmeckt herrlich lecker.

Zutaten um ein Brot mit Sauerteig zu backen

  • 150 g Sauerteig
  • 500 g Roggenmehl Typ eurer Wahl
  • 1/2 Esslöffel Salz
  • ca. 200 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung des Sauerteig Brotes

Ihr verrührt in einer großen Schüssel alle Zutaten. Dieser Brotteig darf gerne über Nacht oder den ganzen Tag lang abgedeckt an einem warmen Ort stehen. Nun formt ihr den Teig zu einem Brotlaib oder füllt ihn in eine Backform.

Im Ofen zuerst bei 240° C 10 Minuten lang backen, im Anschluss weitere 40 Minuten bei 180° C. Danach mache ich mit einem Schaschlikspieß aus Edelstahl eine Probe, ob das Sauerteig Brot schon durchgebacken ist. Wenn auf dem Schaschlikspieß noch Teigreste hängen bleiben, gebt dem Brot noch einmal 10 Minuten bei 180° C. Das macht ihr solange, bis das Stäbchen sauber bleibt.

Und nun guten Appetit!

Sauerteigbrot Sauerteig ansetzen

Sauerteig wiederbeleben

Sauerteig ansetzen wiederbeleben

Update vom September 2018:

Ich habe jetzt eine Weile lang nicht mehr mit Sauerteig gebacken. Der Grund dafür ist nicht, dass ich meine Begeisterung für Sauerteigbrote verloren hätte. Nein, ich habe mein Kaufverhalten verändert. Statt der normalen Backhefe aus dem Supermarkt, die in Plastik verpackt ist, gibt es bei uns nun Hefe direkt vom Bäcker. Diese Hefe ist so toll, dass ich faul geworden bin.

Nun ist jedoch Herbst und ich will wieder ein Sauerteigbrot backen.

Ich habe den Sauerteig fast ein Jahr lang im Kühlschrank gelagert. Er riecht immer noch super, leicht vergoren. Zum Wiederbeleben verwende ich den alten Sauerteig und gehe, wie oben beschrieben vor: Am ersten Tag rühre ich Roggenmehl und Wasser hinzu, vermische alles gut und decke die Schüssel mit einem Küchentuch ab. Am zweiten und dritten Tag wiederhole ich das Prozedere und am 4. Tag backe ich mein Brot.

So einfach ist das!

Andere Zahlen, gleiche Zeiten und eine bildreiche Ermunterung den Sauerteig selbst herzustellen:

https://derklangvonzuckerwatte.wordpress.com/2013/11/06/keine-angst-vor-sauerteig-ein-kleines-einmaleins/

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Sauerteig ansetzen

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Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
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