Mehltypen – Was bedeutet die Zahl der Mehlsorte? Eine Liste

Print Friendly, PDF & Email

Die deutsche Industrienorm (DIN) hat sich auch im Bezug auf die Mehltypen etwas einfallen lassen: Die Nummern, die auf den Packungen stehen, geben an, wie viel Mineralstoffe im Mehl enthalten sind. Die Feinheit des gemahlenen Mehles ist immer dieselbe, unabhängig vom Mehltyp. Je höher die Zahl des Mehltyps, desto mehr Mineralstoffe sind enthalten.

Geprüft wird der Mineralstoffgehalt, indem 100g Mehl verbrannt werden und im Anschluss das Gewicht der Asche in Milligramm gemessen wird. Das bedeutet, dass beim Dinkelmehl Typ DIN 1050 auf 100g Mehl insgesamt 1050 Milligramm Mineralstoffe kommen. Diese werden extrahiert, indem Schale und Keim des Korns entfernt werden. Mit vollständig entfernten Schalen und Keimen ergibt sich das hellste Mehl, dessen Inhalt fast nur noch Kohlenhydraten entspricht.

Eine Tabelle für den Überblick

Mehltypen Bezeichnungen

Weizenmehl Roggenmehl Dinkelmehl
hellste Sorte, gute Backeigenschaften, Zentrum des Mehlkörpers enthalten 405 815 630
sehr wenige Schalen und keine Keimlinge enthalten 812 1150 812
äußerer Bereich des Mehlkörpers enthalten, ohne Kornmitte 1050 1370 1050
Schrot: gesamtes Korn enthalten, kein Keimling 1700 1800

 

Vollkornmehl

Es enthält das gesamte Korn und auch den Keimling. Mehl, egal mit welchem DIN Typ, hat ein Feinheitsgrad von weniger als 180 Mikrometer (µm). Vollkornmehl wird zu 80% fein gemahlen. Schrot ist mit mehr als 1000 µm grob. Diesen verwende ich sehr gerne, um ein körniges Brot zu schaffen.

Kleie

Es verleiht dem Brot bei Verwendung Lockerheit und auch wichtige Ballastoffe. Sie besteht aus den Resten des Korns, der Schale des Getreides und dem Keimling. Es gibt sie bei allen drei Getreidesorten

Dunst

Dunst ist nicht so fein wie Mehl, aber auch nicht so grob wie Grieß. Es wird auch Spätzlemehl genannt und eignet sich dementsprechend für ihre Herstellung. Auch vom Dunst gibt es die Sorten vom Weizen, Roggen und Dinkel. Ich persönlich habe noch nie mit Dunst gearbeitet, er steht jedoch auf meiner Liste.

Mehltypen, mit denen ich am Liebsten backe

Mehltypen – Weizenkleie/Weizenvollkornmehl, Roggenmehl Typ 1370/Roggenschrot, Dinkelmehl Typ 1050/Dinkelschrot

 

Neben Dinkel- und Roggenmehl mische ich immer wieder auch Emmermehl hinzu. Diese alte Urkorn-Sorte eignet sich auch hervorragend für die Zubereitung von Saucen.

Grundsätzlich benutze ich kein Vollkornmehl, denn ich finde seine Verarbeitung zu schwer; Verwende ich zu wenig Wasser, fällt das Brot auseinander oder ist zu trocken. Setze ich zu viel Wasser ein, wird das Brot zwar saftig und lecker, dafür jedoch platt und unförmig. Ich habe leider noch keinen Mittelweg zwischen diesen beiden Varianten gefunden. Daher greife ich weitgehend auf den dunkelsten Mehltypen zurück.

In mehreren Beiträgen erklärt folgende Internetseite Details zum Thema Mehl und Co: https://www.baeckerlatein.de/

Teilauszugsmehl wird hier erklärt – neben anderen interessanten Aspekten.

Du kannst dieses Bild gerne auf Pinterest teilen:

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza! Über Kommentare freue ich mich sehr! Backlinks von euch sind FOLLOW, Spam wird gelöscht! Mein Blog läuft über einen Rechner, der von Ökostrom versorgt wird.
2 comments
  1. […] und auch nur in dieser Ausmahlung. Wenn ihr wissen wollt, was es mit dem Typ + Zahl auf sich hat, könnt ihr das hier noch einmal nachlesen. Ihr könnt gerne auf das Mehl zurückgreifen, das ihr verwenden wollt oder in eurem Vorratsschrank […]

  2. […] Wenn ihr wissen wollt, was es mit den Mehltypen auf sich hat, hier habe ich es aufgeschrieben: „Mehltypen – Was bedeutet die Zahl?“ […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.