No spend Pantry Challenge

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Herausforderungen sind Teil unseres Lebens. Ohne die gibt es uns nicht, wir entwickeln uns nicht weiter und es gibt auch keinen Anreiz sich zu entfalten. Heike von relleomein hat mir eine schöne Idee gegeben, wie ich zum einen mein Gefrierfach, zum anderen meinen Schrank voller Vorräte leere.

Die Schwierigkeit der No spend Pantry Challenge

Die Aufgabe ist es, täglich etwas aus mindestens einer der Abteilungen herauszunehmen und zu verbrauchen. Dies alleine hört sich noch einfach an – nach 2 Tagen werdet ihr sehen, dass selbst dies gewisse Hemmungen auslöst. Denn es hat seinen Grund, warum diese Lebensmittel weit hinten, lang vergessen in der hintersten Ecke liegen: Niemand will das (mehr) essen.

Die noch viel größere Erschwernis ist, dass man – bis auf frisches Obst, Gemüse, Milch und Eier (und was ihr sonst noch frisches esst) – NICHTS kauft. Zuerst wird alles gegessen und aufgebraucht, was sich bereits im Haushalt befindet.

Ich glaube, dass wir ein sehr durchschnittlicher Haushalt sind. Sollte draußen die Welt untergehen, sollte der Schnee 5 Meter hoch liegen und wir eingeschlossen sein, würden wir sicherlich noch LOCKER einen Monat lang überleben, ohne hungern zu müssen. Beides erwarte ich nicht, aber in meinen Getreideschrank passt einfach nichts mehr hinein.

Warum ich bei der No spend Pantry Challenge mitmache

Ich gehe nie an meine Grenzen. Ich bin ein sehr durchschnittlicher Mensch – vielleicht ein wenig mehr Öko, als der Mittelwert. Ich mag keinen Sport, der mir den Puls in die Höhe treibt, ich mag es nicht zu hungern und ich liebe meine Couch. Außerdem liebe ich meine Vorräte, denn sie ermöglichen mir jeder Zeit das zu kochen, worauf ich gerade Lust habe.

Dass das überhaupt keinen Sinn ergibt, nicht im Geringsten ökologisch ist und einfach nicht stimmt, fällt mir schon länger auf. Wer bitte braucht 2 kg Senfsamen, um BALD MAL WIEDER Senf selber machen zu können? Ich habe nämlich schon längst vergessen gehabt, dass ich eine große Packung daheim hatte.

Meine Zielsetzung in der No spend Pantry Challenge

Ich möchte alle Vorräte aufbrauchen, aussortieren, verschenken und zur Not wegwerfen – wenn ich damit wirklich nichts mehr anfangen kann. Ich hoffe, dass das nur im äußersten Fall vorkommen wird. Das meiste darf sicherlich in den Bokashi-Eimer. Außerdem werde ich kein neues Mehl kaufen, solange anderweitiges Getreide vorhanden ist und ebenfalls verbackt werden kann. Das schmerzt jetzt schon, da ich unseren Mühlenladen liebe.

Update: Mittlerweile habe ich neues Mehl gekauft, da ich zum Geburtstag meines Sohnes backen werde.

Was ich aufgebraucht, verschenkt oder weggeworfen habe

Verschenkte Vorräte

  • Lupresso: Schmeckt mir nicht, ich brauche echten Kaffee
  • Chili Con Carne Soße: Ist das noch übrig aus der Fleischesserzeit???
  • Salatfix Tüten: Die mochte ich noch nie – woher habe ich sie also? Ich habe einen Verdacht…
  • Cevapcici (Was zum Teufel, wir essen seit 2,5 Jahren kein Fleisch mehr?!)
  • Hamburger tiefgefroren: Haben wir für Gäste gekauft, damit sie keinen vegetarischen Burger essen müssen. Sie mussten!

 

Aufgebrauchte Vorräte

  • Tiefkühl Fertiggerichte: Der Kartoffel-Gemüse-Auflauf – was habe ich mir dabei gedacht?!?!
  • Vegane Chips aus Linsen, etc: überraschend gut, die lila Chips
  • Brotbackmischung vegan und glutenfrei – ich bleibe bei meinen Rezepten!
  • Ein glutenfreies Müsli, das niemandem geschmeckt hat, ist im Brot geladet! Wundervoll!
  • Probe Grießbrei für Babies sind im Brot gelandet
  • Parboiled Reis: Kommt mir nicht mehr ins Haus, wegwerfen wollte ich es aber nicht.

 

Kompostierte Vorräte

  • Mandelplättchen, im Jahr 2016 abgelaufen: Sie haben komisch gerochen und noch seltsamer geschmeckt
  • Braunhirsemehl, ebenfalls 2016 abgelaufen: Riecht komisch und hat mich im Brot nicht überzeugt

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Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza! Über Kommentare freue ich mich sehr! Backlinks von euch sind FOLLOW, Spam wird gelöscht! Mein Blog läuft über einen Rechner, der von Ökostrom versorgt wird.
30 comments
  1. Das klingt nach einer sehr interessanten Challenge – oh Gott, ich würde so ablosen! Ich habe sowohl in der Küche als auch in der Speisekammer zeug, das ich schon ewig horte, denn ich könnte es ja mal brauchen. Tu ich aber nicht. 😉 Aber wie du sagst: Es ist ein sicheres Gefühl zu wissen, dass man nicht verhungern müsste und jederzeit etwas zu Hause hat!
    LG Ina

    1. 😀 So ist es! Aber es ist auch wirklich erleichternd, dass wir mittlerweile PLATZ in der Tiefkühltruhe haben!!! Außerdem wird man alles absolut nicht essen, wir sind teilweise vollkommen auf Vermeidungs-Kurs und essen EXTREM viel Gemüse 😀
      Viele Grüße, Izabella

  2. Wow, das ist aber mal eine Challenge.
    Dank einer REnovierung haben wir das gerade erst gemacht und waren auch sehr überrascht, wie lange wir völlig abgeschlossen von der Außenwelt hätten überleben können. 😂
    Aber vermutlich hat sich wieder einiges eingeschlichen, ich werde die Schränke die nächsten Tage mal durchforsten und Reste-Küche auf den Essensplan setzen. Danke für den Stupser!
    Lieben Gruß | Barbara

    1. Liebe Barbara, gerne stupse ich an 😀
      Viele Grüße, Izabella

  3. Super Sache diese Challenge!
    Das Problem kenne ich “noch“ nicht zum Glück.
    Wenn man fast alle 1-2 Jahre zügelt und den ganzen Haushalt in Schachteln,
    verpackt und schon zum Gefühlten 100mal herumschleppt, hört man von ganz alleine auf
    sinnloses Zeug zu horten 😛 Mal gucken wie es nach einem Jahr in meinem Häuschen aussieht.
    Vielleicht entdeckst du dann die Challenge Teilnahme auch bei mir im Blog HAHA
    Liebste Grüsse Andy

    1. Ja, bei regelmäßigen Umzügen entdeckt man und wirft die Sachen doch gerne weg, oder? Zumindest ist mir das so gegangen, als wir vor 2 Jahren umgezogen sind!
      Viele Grüße, Izabella

  4. Super Idee! Letzen Herbst kam ich auch mal darauf in meine Schränke zu gucken und war gelinde gesagt erschrocken wie viel schon abgelaufen war. Ups! Da versuche ich auf jeden Fall mehr drauf zu achten 🙂

    1. Schon, oder? Wobei mich abgelaufene Lebensmittel nicht besonders schocken! Ich rieche dran, probiere sie und wenn sie in Ordnung sind, werden sie bald verkocht.
      Viele Grüße, Izabella

  5. Hallo Izabella,

    ich finde es ganz großartig das Du bei meiner Challenge mitgemacht hast. Vielen lieben Dank fürs Zeigen und Teilen.

    Liebe Grüße,
    Heike

    1. Liebe Heike,
      Vielen Dank an dich für diese fantastische Idee, um meine Küche wieder in den Griff zu bekommen 😀
      Viele Grüße, Izabella

  6. So eine Challenge könnte ich glaub ich nicht, aber es klingt spannend, bei dir darüber zu lesen!

    1. Haha! Das sagen viele 😀
      Viele Grüße, Izabella

  7. Hallo Izabella!

    Jedes Jahr im Jänner wird mein TK-Schrank abgetaut. Daher versuche ich davor möglichst viel zu verbrauchen, damit es nicht ganz so aufwändig ist.

    Das fällt dann wohl auch unter diese Challenge 😉

    Vor einigen Jahren habe ich mal bei den Trockenvorräten so etwas für viele Wochen gemacht. Danach war es viel übersichtlicher in der Küche. Seitdem lasse ich das nicht mehr zu, denn es war echt anstrengend, alles wieder so in den Griff zu bekommen.

    Grundsätzlich ist foodsharing eine gute Alternative, denn da kann man über die Fair-Teiler alles verschenken, was man selbst nicht mehr braucht. Andere Leute freuen sich darüber.

    lg
    Maria

    1. Liebe Maria,
      Das ist wirklich eine sehr gute Idee!!! Ich werde mich mal erkundigen, was es in unserer Nähe gibt!
      Viele Grüße, Izabella

  8. […] ihr im vorherigen Beitrag, No spend Pantry Challenge, lesen konntet, brauche ich gerade alle meine Vorräte auf und kaufe nichts Neues an Getreide, […]

  9. coole Geschichte. Gleich mal schauen, was im Vorratsschrank ganz hinten lagert. 😉

    1. Wo ist der Daumen hoch Smiley? Ganz hinten sind die besten Vorräte 😀

  10. Das ist eine wirklich interessante Challenge 🙂 Unsere Vorräte sind in der Regel recht überschaubar, einfach weil mich „zu viel“ wahnsinnig macht – aber ich denke, ich werde es trotzdem mal schauen, wie lange ich hinkomme. Einiges sammelt sich halt überall an.

    1. Liebe Janine,
      Das ist mein Vorhaben für die Zukunft: Weniger, dafür VIEL organisierter 🙂
      Viele Grüße, Izabella

  11. sensationelle Idee.. muss gleich mal meine Vorräte so anschauen. ui gleich zwei Challenges… 🙂
    Ich mache dies bereits seit einem Jahr mit Kosmetikartikeln, man bekommt ja immer wieder was geschenkt, oder hat hier mal Pröbchen, da ein Rest ausm Hotel oder da was gekauft, von dem man meinte brauch ich ganz dringend, dort einem Angebot nicht widerstehen können. Naja und seit einem Jahr kaufe ich nichts Neues, wenn noch irgendwo was zum aufbrauchen ist. Somit ist mein Vorrat an Haarwäschen und Duschgels ein wenig minimiert und es ist schön zu sehen, dass Platz geschaffen wird.

    1. Liebe Anke,
      das ist eine fantastische Idee! Weißt du, wie viel Lidschatten ich besitze??? Na und Mascara?? Challenge accepted 😀

  12. Liebe Izabella, irgendwie kommt mir das sehr bekannt vor. Wir haben meist auch viel zu viel zu Hause, aber inzwischen ist es schon besser geworden. Ich schaue beim Einkaufen eher darauf, ob wir es brauchen oder nicht.

    Zu Deiner Frage wegen dem winterharten Rosmarin. Er hatte leider keine Sortenbezeichnung. Gekauft habe ich ihn in einem österreichischen Gartencenter. Er schlägt sich wacker!

    LG Kathrin

    1. Das Problem ist ja, dass ich der festen Überzeugung war/bin, dass ich es brauche 😀
      Aber nach nur 1 Monat ist es WIRKLICH viel besser geworden!
      Dann schaue ich mal bei unseren Gartencentern vorbei – vielleicht haben sie auch was für mich 😀
      Viele Grüße, Izabella

  13. Ich habe auch ne Tüte Senfkörner im Schrank! Weil ich letztes Jahr Senf gemacht habe. Im Rezept standen Senfkörner, die musste man mahlen. Das war die Hölle! Nie wieder… Die gibt es gemahlen zu kaufen…
    VG Martina

    1. Liebe Martina,
      Ich habe einen Nicht-Thermomix, der mahlt den Senf wirklich sehr schön! Gemahlen kaufe ich so etwas nicht besonders gerne, weil diese Produkte gerne einfach gestreckt werden mit wer weiß schon was…
      Viele Grüße, Izabella

  14. Da kann sich vermutlich jeder an die Nase greifen 😀 Ich habe auch viel zu viele Dinge, die ich eigentlich mal aussortieren müsste. Aber man kennt es ja und kauft dann lieber doch etwas Neues!

    Liebe Grüße,
    Vita

    1. Genau, vor allem, weil man nicht einmal weiß, dass man es schon daheim hat!

  15. […] nehme ich an der Challenge Teil, 28 Artikel innerhalb von 28 Tagen zu veröffentlichen. Außerdem isst meine Familie immer noch unsere Vorräte auf – die Tiefkühltruhe ist schon fast leer und im Vorratsschrank verstecken sich tolle […]

  16. […] und ich muss sagen, dass ich vieles vermissen werde. Dieses Projekt, genau wie die anderen 3 (No spend Pantry Challenge, Verpackungsfreies 2018, Kaufdiät) waren gute Vorsätze für das neue Jahr. Bis Ende Februar […]

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