Gemüsepflanzen wachsen nicht

Hilfe! Meine Gemüsepflanzen wachsen nicht!

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Früher oder später stoßen wir alle auf das Problem: Unsere Gemüsepflanzen wachsen nicht weiter. Sie bleiben in ihrer Entwicklung stehen, blühen nicht, produzieren kein Gemüse und machen uns fertig.

Finger hoch, wenn ihr das schon mal erlebt habt? Meiner ist oben!

Gemüsepflanzen sind nicht immer robust

Genauso, wie wir Menschen, haben Gemüsepflanzen eine Seele – davon bin ich überzeugt. Denn wie könnte ein seelenloses Wesen so leckere kleine Tomaten produzieren und mir solch eine Freude bereiten?

Diese Seele der Gemüsepflanzen ist manchmal gekränkt. Im besten Fall ist sie durstig oder hungrig, manchmal kämpft sie jedoch um ihr Leben.

Langsam wachsendes Gemüse

Ich möchte dir jetzt nicht vorwerfen, dass du ungeduldig bist, NEIN! Wenn deine Gemüsepflanze nicht oder nur langsam weiterwächst, kann es daran liegen, dass sie zur Sorte langsam wachsend gehört: Tomaten, Paprika, Aubergine, Rosenkohl sind ein paar Beispiele. Deshalb werden sie schon früh im Jahr vorgezogen und als Pflanze in die Erde ins Gemüsebeet gebracht. Bitte vergesst dabei nicht, dass das Vorziehen ZU früh im Jahr dazu führen kann, dass die Gemüsepflanze nur sehr langsam wächst.

Gemüsepflanzen haben Durst

Das erkennt ihr daran, dass ihre Blätter traurig auf dem Boden liegen. Besonders die Starkzehrer benötigen viel Wasser. Das sind unter anderem Zucchini, Tomate oder auch der Kürbis. Oftmals stelle ich fest, dass sie tagsüber vollkommen in sich einsinken, um sich vor der Sonne und Hitze zu schützen. Sobald Schatten auf sie fällt, richten sie sich wieder fröhlich auf. Das machen sie, solange sie nicht groß genug sind, dass ihre Wurzeln mehr Wasser speichern können.

Gemüsepflanzen haben Hunger

Wenn der Erde Nährstoffe fehlen, wachsen die Gemüsepflanzen nicht mehr weiter. Das passiert gerne und häufig in kleineren Pflanzkübeln. In diesem Fall hilft oft ein kompletter Erd-Tausch, bzw. Umtopfen in ein größeres Gefäß.

Wenn die Nährstoffe im Hochbeet oder Gemüsebeet nicht mehr ausreichen, hilft meistens eine gute Portion Komposterde. Schneller Erfolg durch Kunstdünger vergrößert das Risiko, dass eure Gemüsepflanzen zwar in die Höhe schießen, aber sich auch gleichzeitig einen Pilz einfangen und anfälliger werden. Meistens bilden sie dann statt Blüten nur grüne Blätter.

Ich gieße meine Gemüsepflanzen gerne mit verdünntem Bokashi Saft. Besonders häufig gieße ich damit, wenn ich merke, dass sie schon besonders bedröppelt sind.

Gemüsepflanzen haben keinen Platz

Ein Pflanzabstand von 30 cm hat einen Grund: Der Kopfsalat wird wirklich groß. Tomatenpflanzen zu eng beieinander trocknen nach dem Regen oder Gießen nicht mehr ab und bekommen die gefürchtete Braunfäule. Außerdem haben die Wurzeln nicht genug Platz, um sich auszubreiten. Der Kampf um Wasser und Nährstoffe nimmt den Gemüsepflanzen die Energie, um zu wachsen.

Zwei Pflanzen einer Sorte bilden mehr Früchte, wenn sie alleine stehen. Ich kenne die Ungeduld und auch den Spruch „Viel hilft viel“. In diesem Fall ist aber das Mini-Max System das Wahre: Weniger Pflanzen produzieren mehr Früchte.

Der Pflanzkübel ist zu flach

Oft haben die Gemüsepflanzen zwar Platz, Volumen technisch und in der Breite. Jedoch produzieren viele Hersteller Pflanzkübel, die zu flach sind. Fragt mich bitte nicht, wozu die gut sein sollen. Die meisten Gemüsesorten brauchen Platz nach unten, um ihre Wurzeln auszustrecken. Selbst ein Mittel-Wurzler bevorzugt eine 50 cm Tiefe, wenn er sie bekommen darf.

Euren Gemüsepflanzen ist es zu kalt geworden

Übereifrige, ungeduldige – nicht ihr! – Gärtner stellen das Gemüse manchmal zu früh im Jahr nach draußen. Eine Paprikapflanze nimmt es euch sehr persönlich, wenn ihr sie unter 10° C stellt. Dann kann es bis zu Wochen dauern, ehe sie sich dazu beschließt weiter zu wachsen. Das Selbe gilt auch für Tomaten, Auberginen und die berühmte Luffagurke. Die steht bei mir definitiv noch auf der To Do Liste! In diesem Fall hilft zunächst: Stelle deine Pflanze nicht ins Kalte! Danach könnt ihr geduldig warten. Die Ernte wird nicht ausfallen, sondern später beginnen.

Schädlinge ärgern eure Gemüsepflanzen

Ja diese Schädlinge! Kein Wunder, dass der Markt nur so blinkt vor Chemiekeulen, die euch lausfreie Blumen und Gemüsepflanzen versprechen. Leider helfen sie nicht auf Dauer, schädigen die Pflanzen, die Erde, das Wasser und bringen gleichzeitig Nützlinge um. Ein Demeter Gärtner hat mir gesagt, dass im Nachhinein nichts mehr wirkt. Vorsorge ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Das bedeutet spätestens alle 2 Wochen sollte ich meine Gemüsepflanzen mit Bokashi Saft besprühen. Sollte der Befall schon vorhanden sein, lieber alle 2 Tage.

Wenn ihr noch keinen Bokashi Eimer* besitzt und den auch gar nicht haben wollt, empfiehlt Michelle (der Demeter Gärtner) eine Mischung aus Wasser, Chili, Knoblauch und Neemöl. Diese Mischung ist scheinbar so abartig unlecker, dass die Schädlinge die Pflanze meiden. Wie oben schon geschrieben: Einsprühen sollen wir die Pflanzen, BEVOR wir einen Befall feststellen.

Die Gemüsepflanzen sind krank

Mit diesem Abschnitt möchte ich meinen Artikel „Hilfe! Meine Gemüsepflanzen wachsen nicht!“ beenden. Meistens ist es ein Pilz, der die Gemüsepflanzen befällt. Pilze sind dazu da, um die erste Schicht der Pflanze zu zersetzen. Die Pflanze war schon geschwächt, ihr Immunsystem nicht vorhanden.

Wenn zum Beispiel eure Tomate trotz regelmäßigem (nicht zu viel) Gießen braune Blätter aufweist, solltet ihr zunächst alle braunen Blätter entfernen. Am besten sogar den Trieb. Wenn sich der Pilz weiter verbreitet, nehmt ihr die ganze Pflanze heraus und werft sie in den Restmüll. Sie könnte zunächst die restlichen Pflanzen anstecken und der Pilz den Kompost infizieren. Wenn ihr sicherstellen könnt, dass euer Komposthaufen im Sommer 70° C erreicht, ist das kein Problem. Wenn nicht, dann ab mit der kranken Pflanze in den Restmüll.

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Gemüsepflanzen wachsen nicht

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