Brot des Monats März – Das Starkbier Brot

Bevor der große Aufschrei kommt – „Das ist Bierfrevel!“ – möchte ich doch lieber erklären, wie ich auf den Gedanken gekommen bin ein Starkbier Brot zu backen. Wer meinen Blog fleißig mitliest, kennt meine Beitrags-Reihe „Brot des Monats“. Jeden Monat backe ich ein spezielles Brot, saisonal passend und mit Zutaten, die in diesem Monat leicht erhältlich und beliebt sind.

Starkbier in der Fastenzeit

Viele Menschen nehmen bis heute die Fastenzeit ernst und verzichten bewusst 40 Tage lang. Früher hat der Verzicht nicht nur Fleisch, sondern Essen im Allgemeinen bedeutet. Um dennoch satt zu werden und nötige Kalorien zu sich zu nehmen, brauten sich die Mönche ihr eigenes Starkbier. Ich möchte mich nicht in die Details vertiefen. Wenn ihr euch ein wenig für den Hintergrund interessiert, dann schaut doch mal bei Felix und seinem Lieblingsbier vorbei.

Selbst die EU hat das Bayerische Starkbier ausgezeichnet.

Das bedeutet, dass es doch ideal geeignet ist für die Fastenzeit!

Materialien für das Starkbier Brot

Zutaten für das Starkbier Brot

  • 1 Flasche Starkbier, ungekühlt
  • 20 Gramm Hefe
  • 500 g Dinkelmehl Typ 1050
  • 500 g Roggenmehl Typ 1370
  • 1 Teelöffel Backmalz
  • 1 Esslöffel Ursalz*
  • 20 g Weizenkleie
  • 50 g geschrotete Weizenkörner

Ich verwende für Brot immer Dinkel- und Roggenmehl und auch nur in dieser Ausmahlung. Wenn ihr wissen wollt, was es mit dem Typ + Zahl auf sich hat, könnt ihr das hier noch einmal nachlesen. Ihr könnt gerne auf das Mehl zurückgreifen, das ihr verwenden wollt oder in eurem Vorratsschrank besitzt.

Auf den Sauerteig verzichte ich in diesem Rezept, da mich der Geschmack des Starkbiers im Brot interessiert. Die Hefe stammt direkt vom Bäcker aus dem Nachbardorf. Damit schmeckt das Brot um ein Vielfaches besser und ich benötige wesentlich weniger von der Hefe.

Zubereitung des Starkbier Brotes

Ich fülle zunächst Starkbier in das große Glas und löse darin die Hefe auf. Auf der Küchenwaage wiege ich die Mehle, die Kleie, das Backmalz und das Salz in die große Schüssel. Kurz alles mit einem großen Löffel vermischen, damit sich das Hefe-Bier gleich dazugesellen kann. Mit dem Knethaken* dauert es etwa 5 Minuten, bis der Teig homogen und geschmeidig ist.

Beim Hefebrot achte ich immer darauf, dass genug Flüssigkeit im Teig ist. Sollte das Mehl noch bröselig sein und kann nicht einfach eingearbeitet werden, darf ruhig noch ein guter Schluck Wasser dazu. Umgekehrt gilt: Wenn der Teig zu matschig ist und sich nicht von der Schüssel löst, ist es ratsam noch ein wenig Mehl mit hinein zu rühren. Zu viel Flüssigkeit schadet dem Hefeteig nicht, zu wenig führt dazu, dass das Brot nicht schön aufgehen wird.

Der Teig darf nun ungefähr 1 Stunde lang in der abgedeckten Schüssel ruhen, bis er sein Volumen sichtlich vergrößert hat. Dabei stelle ich meine Schüssel immer in den kalten Backofen. Alternativ könnt ihr den Teig des Starkbier Brotes in einem Gärkörbchen* gehen lassen.

Das Starkbier Brot backen

Da ich das Brot auf einem Pizzabackstein* zubereite, heize ich den Ofen 10 Minuten lang auf 270° C vor.

Währenddessen das Starkbier Brot zu 1-2 Laiben formen, je nach Geschmack. Gewöhnlich backe ich diese Menge an Teig in einem. Der Teig wird nun im Schrot gewendet, sodass eine Schrot-Kruste entstehen kann.

Den Backofen auf 240° C stellen und 15 Minuten lang backen. Danach die Temperatur auf 180° C senken und weitere 45 Minuten lang weiterbacken. Nach dieser Zeit steche ich mit dem Schaschlikspieß aus Edelstahl ins Brot. Wenn noch ein Rest am Spieß kleben bleibt, weitere 10 Minuten bei 180° C im Ofen lassen. Alternativ kann man den Backofen abstellen und das Brot noch 20 Minuten nachbacken lassen.

Geschmack des Starkbier Brotes

Starkbier Brot mit Käse und Frühlingszwiebel
Starkbier Brot mit Käse und Frühlingszwiebel

Das Starkbier Brot schmeckt sehr lecker. Ich habe es zum Frühstück mit einer Frühlingszwiebel und einem Stück selbst gemachtem Käse gegessen. Ich bin begeistert! Ob nun das Brot vollkommen abweicht von der „Norm“, möchte ich bezweifeln. Allerdings bin ich kein geschulter Gourmet, der alles heraus riecht und schmeckt. Ich glaube Normalsterblichen wie mir und meiner Familie fällt der Unterschied nicht auf. Mein Sohn meckert ein wenig wegen des Schrotes auf der Kruste. Dennoch isst er das Brot und ist sehr zufrieden, dass ein „weiches Brot“ im Ofen entstanden ist.

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

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