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Kostenloses Saatgut – So bekommst du es geschenkt

Kostenloses Saatgut
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Zwei Mal im Jahr erhalte ich von ein paar namhaften Herstellern Kataloge. Darin blättere ich unglaublich gerne und bin fasziniert von der Sortenvielfalt an Gemüsesamen, die mir entgegen leuchten. Zum einen bin ich überfordert von der Vielzahl an Möglichkeiten. Zum anderen irritiert mich ein wenig, dass ich für jede einzelne Tüte 2-3 € zahlen soll. Das ist ja super nett, aber woher bekomme ich denn nun kostenloses Saatgut?

Warum ich mir kostenloses Saatgut wünsche

Ich möchte eines klarstellen: Ich lebe nicht in der Situation, in der eine Saatgutlieferung (oder 2…) pro Jahr nicht im Budget drin wären. ABER: Zum einen befinden sich extrem viele Menschen in dieser Lebenslage. Ihnen steht kein kostenloses Saatgut zu. Zum anderen sehr ich nicht ein, warum ich Jahr für Jahr dafür zahlen muss, was Mutter Natur geschaffen hat.

Gesetzliche Lage zum kostenlosen Saatgut

Es gibt das Gesetz, dass man kein Saatgut verschenken darf. PUNKT! Auf beinahe jede Sorte Samen gibt es ein Patent. Saatgut und Nahrungsmittel sind Teil der Börse, mit ihnen wird spekuliert. Oder was glaubst du, warum in einem Jahr die Avocado 50 ct kostet und im nächsten 1 €?

Wenn ich mir also Saatgut kaufe oder selbst sammel, mache ich mich strafbar, sobald ich dir ein paar Exemplare davon verschenke. Auch der Saatgut-Tausch ist vollkommen tabu! Wirklich? Ein paar Kommentatoren zweifeln das an! Ich hoffe, ihr habt Recht!

Die gesetzliche Lage sieht mich also als Straftäterin – Na gut! Aber warum werde ich nicht verklagt? Habt ihr in eurer Gemeinde schon einmal Holz-Boxen gesehen? Darauf steht „Saatgut-Tausch: Jeder darf hineingeben und dafür herausnehmen“. Habt ihr auch schon von der Blogger-Aktion gehört, der Saatgut Rotation? Soviel ich weiß, organisiert das jedes Jahr der Viertelgarten.

NIEMAND wird diese Aktionen stoppen, denn: Danach wüsste JEDER, was für eine miese Bande da draußen mit unseren Nahrungsmitteln spielt, handelt und zockt, als wären wir kleine Regenwürmer, denen man einfach die Erde unterm Arsch weghackt.

Verzeihung… Zurück zum Eigentlichen!

Warum ich gerne für mein Saatgut zahle

Abhängig von der Firma, handeln die Saatguthersteller nach bestem Gewissen und mit fortschrittlichen Methoden. Sie erforschen, welche Gemüsepflanzen den Klimawandel gut vertagen und trotzdem vitaminreiches, üppiges Gemüse produzieren. Teilweise legen diese (meist Bio) Firmen ihre Preise auf dem Niveau fest, dass sie den Betrieb erhalten, weiterentwickeln können und faire Gehälter zahlen. DAS unterstütze ich sehr gerne! Inwiefern sie intelligent mit Online Seiten, wie meiner, umgehen, lasse ich dabei mal aus dem Spiel!

Wenn ich Saatgut kaufe, weiß ich, dass ich in meinem Gemüsebeet sicherlich hochwertiges Biogemüse ernten werde.

Möchtest du kostenloses Saatgut als Geschenk haben?

Dann habe ich ein paar Tipps für dich, wie du kostenlose Gemüse- und Blumensamen bekommst

  1. SEI FREUNDLICH! Und damit meine ich nicht scheinheilig! Denn es gibt da draußen zahlreiche Blogs, die ihr Wissen mit dir teilen. Glaube mir, auch ihr Saatgut werden sie dir schenken, wenn sie damit eine Person mehr zu Bio „bekehren“ können.
  2. SEI FREUNDLICH! Denn deine Nachbarn, Freunde, Bekannte, UNBEKANNTE haben einen Garten. Gefällt dir daraus eine Pflanze oder Blume? Sie werden dir kostenloses Saatgut oder einen Ableger schenken! Einfach nachfragen schadet nie!

Aufbewahrung von Saatgut

Damit dein Saatgut, das du als Geschenk bekommst oder verschenkst, lange haltbar bleibt, solltest du:

  • Das Saatgut an einem kühlen, trockenen (!!!) und dunklen Ort lagern.
  • Samentüten beschriften. Auch wenn du Saatbomben selber machst, wirst du dich später nicht mehr erinnern können.
  • Vor der Direktsaat des Saates im Garten eine Keimprobe machen.

Saatband selber machen

Das geht auch schon vorzeitig. Den passenden Artikel findest du hier: Saatbänder selber machen.

Aussaatkalender für dein Saatgut

Fleißige, regelmäßige Leser wissen, dass ich für 2018 einen Aussaatkalender erstellt habe. Der Aussaatkalender 2019 ist noch in Arbeit. Ich bitte euch noch um etwas Geduld!

Und nun ein paar Links für euch von Leuten, die ihr Saatgut selber gewinnen

Kurz und knackig: Tomaten: Saatgut gewinnen und aufbewahren, von Plantura.

Welche Samen eignen sich überhaupt für die Gewinnung von Saatgut? Das erklärt euch Meine Ernte.

Ja und dann ist da noch die liebe Traude, die mir mit einem kleinen Brief eine riesen Freude gemacht hat! Wilde bienenfreundliche Blumen! Vielen herzlichen Dank!

kostenloses Saatgut
kostenloses Saatgut von Rostrose

Wisst ihr schon, wohin mit dem vielen kostenlosen Saatgut? Hauptstadtgarten hat euch Samentüten designed, zum direkten Download, auch in XL!

 

Was sind eure Gedanken zum Saatgut? Sollte es kostenlos sein? Sät ihr selber aus oder kauft ihr Gemüsepflanzen?

Du kannst dieses Bild gerne auf Pinterest teilen:

kostenloses Saatgut

*Dieser Artikel enthält Werbung und Links

Izabella

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza!
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6 Kommentare

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  • Liebe Izabella, es ist wirklich stark, welche Gesetze es gibt. In der Welt wird offenbar viel mehr mit uns herumgespielt und gezockt als man es für möglich hält. Ich freue mich, dass die Samen gut bei dir angekommen sind und drücke die Daumen, dass all die Bienenfreunde gut anwachsen!!! 🐝
    Liebe Grüße Traude

  • Mh, wenn ich mich nicht irre, ist das Verschenken von Saatgut im privaten Bereich nicht gesetzeswidrig, egal ob alte oder offiziell zugelassene Sorten. Erst wenn es um das Verkaufen geht, tritt dieses merkwürdige Gesetz in Kraft – oder? Hast du da ein paar Paragrafen an der Hand?

    Wir tauschen immer mal wieder Samen im Nachbars- und Freundeskreis, das ist schon nett. Mal abgesehen davon, dass es Geld spart: die meisten Pflanzen werfen deutlich mehr Saatgut ab, als man selber im nächsten Jahr braucht. Wäre ja schade, wenn es verkommen würde.

    Liebe Grüße
    Anne

  • Liebe Izabella, ich glaube auch, dass man Saatgut schon verschenken und tauschen darf, nur eben nicht verkaufen. Es sei denn, es hat eine EU-Zulassung und die ist recht schwer zu bekommen. So sterben nach und nach viele alte Sorten aus. Viele Züchtungen sind mittlerweile auch Hybrid-Saaten, die sich nicht mehr selbst vermehren können. So müssen Bauern sie jedes Jahr aufs Neue wieder kaufen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt:) Ich versuche, Hybrid-Saatgut zu vermeiden und wen möglich mein eigenes Saatgut aus der Pflanze zu gewinnen. Verschenkt habe ich auch schon viel. An manchen Stellen lasse ich es auch einfach zu, dass die Pflanzen sich selbst aussäen. Spart wieder Arbeit.
    Liebe Grüße,
    Amely