Brot des Monats Oktober: Kürbisbrot

Wenn ich an den Landstraßen entlang fahre, flattert mein Herz, denn es liegen wieder überall Kürbisse. Ich – und vor allem mein Mann – muss mich zurückhalten, dass ich nicht alle paar Kilometer anhalte, um mir schon wieder einen großen Kürbis zu kaufen, da ich so viele daheim habe, dass ich sie noch nicht einmal aufgebraucht habe.

Der Monat Oktober ist bei uns einfach die Kürbis-Zeit. Ob als Suppe, verarbeitet in Spätzle, im Ofen gegrillt oder in der Pfanne gedünstet: Die nächsten Wochen werden vom Kürbis dominiert. Und so bekommt unser Brot auch ein Stück ab.

Ich werde zwei Varianten ausprobieren: Zum einen werde ich den rohen Kürbis ganz klein raspeln und zum Teig mischen. Für das zweite Brot koche ich den Kürbis davor, püriere ihn und füge ihn so zum Teig hinzu. Beide Brote backe ich mit Sauerteig.

Materialliste zur Herstellung des Kürbisbrotes

 

Zutaten

Sauerteig
  • 100 g Sauerteig
  • 100 g Roggenmehl
  • 100 g Wasser

 

Brot mit zerkleinertem Kürbis
  • 200 g Dinkelmehl, Typ 1050
  • 300 g Roggenmehl, Typ 1370
  • 20 g Kürbiskerne
  • 1 Esslöffel Ursalz
  • 2 Esslöffel Apfelessig
  • 400 g Kürbis roh
  • sehr wenig Wasser

 

Brot mit gekochtem Kürbis
  • 200 g Dinkelmehl, Typ 1050
  • 300 g Roggenmehl, Typ 1370
  • 30 g Kürbiskerne
  • 1 Esslöffel Ursalz
  • 2 Esslöffel Apfelessig
  • 400 g Kürbis gekocht

 

Zubereitung des Kürbisbrotes:

Am Tag vor dem Backen: Sauerteig füttern

100g Sauerteig werden, am einfachsten gleich in die große Schüssel, gegeben. Hierzu fügt man 100g Roggenmehl und 100g Wasser, vermischt alles gründlich und stellt die Schüssel, mit einem Küchentuch abgedeckt, an einen warmen Ort. 24 Stunden lang stehen lassen, dann ist der Sauerteig besonders verträglich.

Vorbereitung des Hauptteiges

Zum vermehrten Sauerteig mischt man die restlichen, abgewogenen Zutaten und verrührt diese mit einem Knethaken oder Kochlöffel, bis ein homogener Teig entstanden ist. Ich halbiere den Teig und mische in die eine Hälfte den geraspelten Kürbis und in die andere Hälfte den pürierten. Für das Brot mit den rohen Kürbisstücken habe ich viel zu viel Wasser verwendet und habe noch Roggenmehl hinzugefügt.

Kürbisbrot mit gekochtem Kürbis
Kürbisbrot mit Kürbisstücken

Die Schüsseln kommen für 2-4 Stunden, abgedeckt mit einem Küchentuch, an einen warmen Ort. Falls die Zeit und Geduld es zulassen, stellt man die Schüssel, weiterhin abgedeckt, für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank. Ich persönlich mag es, wenn der Teig 24 Stunden lang im Kühlschrank steht. Das ergibt besonders dunkles und intensiv schmeckendes Brot.

Nach dieser Wartezeit knetet man beide Teige nochmals mit ein klein wenig Mehl seiner Wahl und formt sie zu zwei Brotlaiben. Auf der (Silikon)Backmatte wendet man die Teige in den Kürbiskernen.

Backen im Ofen

Kürbisbrot im Ofen

Nun werden die Brote im Backofen bei 240° C 30 Minuten lang gebacken, ein Glas Wasser schüttet man auf ein Backblech unter dem Blech mit dem Brotteig. Dieses Wasser verdampft schneller, als wenn es in einer Schüssel steht und die Kruste wird dadurch schön fest. Man kann auch heißes Wasser verwenden, dann gibt es sofort Wasserdampf im Ofen. Nach 30 Minuten stellt man den Backofen auf 180° C und lässt weitere 30 Minuten backen. Auf das Vorheizen des Backofens verzichte ich, denn außer Stromverschwendung habe ich bisher keinen anderen Effekt damit erzielt.

Um sicher zu gehen, dass das Brot gar ist, steche ich immer mit einem Schaschlikspieß aus Edelstahl ins Brot. Wenn kein Teig daran kleben bleibt, ist das Brot fertig. Andernfalls gebe ich ihm noch einmal 10 Minuten bei 180° C.

Der Zeitaufwand ist groß, besonders für das Brot mit dem gekochten Kürbis. Ich habe es kombiniert mit dem Kürbis-Brei für meine kleine Tochter. Aber der Aufwand lohnt sich! Das Brot ist super lecker!

Es spricht nichts gegen ein Kürbisbrot, das mit einer leckeren Kürbisbutter bestrichen wird. Ich lasse allerdings den Chilli weg.

Mögt ihr Süßes backen? Amaranth Kürbis Cookies sind lecker und – bis auf ein wenig Zucker – sehr gesund!

Update vom 23.10.2017

Ich habe das Brot jetzt auch mit einem Würfel frische Hefe gebacken: Ich habe viel zu wenig Wasser verwendet!!!! Der Sauerteig beinhaltet schon so viel Wasser, dass er das Brot weich und saftig macht. Die Hefe hingegen braucht viel mehr Feuchtigkeit, damit das Brot schön gehen kann und das Brot weich wird. So ist das Brot trocken und schmeckt leider auch nicht so gut, wie mit Sauerteig.

 

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6 comments
  1. Hallöchen und viele Grüße aus meiner Küche – ich wollte dir nur schnell einen kleinen Gruß hinterlassen und dir sagen das dein Kürbisbrot auch ganz wunderbar lecker aussieht.

    1. Vielen lieben Dank, Samira!

  2. Jetzt muss ich doch glatt einen Kommentar zu dem Brot hinterlassen. Das Rezept für die zwei Brote liest sich sehr gut. Hm, ein Brot mit gekochtem Kürbispüree wollte ich auch schon immer mal backen. Ich glaube ich habe soeben Termine mit der Teigknetmaschine. 🙂
    Liebe Grüße
    Heike

    1. Liebe Heike!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Freut mich, dass ich dich motivieren konnte 😀 Das Brot mit dem Püree ist wirklich ausgezeichnet! Ich bin der absolute Kürbis-Fan! Sobald etwas nach Kürbis schmeckt, leuchten meine Augen 🙂
      Liebe Grüße, Izabella

  3. Hallo Izabella,
    dein Kürbisbrot sieht toll aus…die Farbe macht ja immer schon viel aus, der Geschmack natürlich auch. Ich persönlich backe fast immer mit Sauerteig und sehr sehr wenig Hefe. Der Sauerteig bringt eben den Geschmack.
    Zu deiner Frage No knead bread habe ich bereits geantwortet.
    Bei den No knead Broten spart man erheblich Zeit und man kann sehr gut variieren mit allem was das Herz begehrt.

    Lieben Gruß
    Dagmar

    1. Liebe Dagmar,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine sehr hilfreiche Antwort!
      Dem kann ich nur zustimmen: Sauerteig-Brote sind super lecker! Ich mische nie Hefe mit Sauerteig, ich bin dazu einfach auch zu faul, aber ich finde, Sauerteig alleine reicht auch schon – das Brot wird eben ein bisschen dichter, was mich nicht stört 🙂

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