Bärlauch Brot

Brot des Monats April – Das Bärlauch Brot

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Wie ihr schon in meinem Artikel „Was gibt es im Garten im April zu tun?“ lesen konntet, wächst jetzt der Bärlauch auf Hochtouren! Was liegt also näher, als dass ich meinem Lieblings-Unkraut ein Brot des Monats widme? Dieser Monat steht nämlich unter dem Motto Bärlauch Brot.

Das Rezept ist einfach, schnell mit einem Esslöffel gerührt und in 45 Minuten gebacken. Es hat keine Ruhe- und Gehzeit.

Materialliste für das Bärlauch Brot

Zutaten für das Bärlauch Brot

Eine handvoll Bärlauch
Eine Hand voll Bärlauch
  • eine Hand voll Bärlauch Blätter
  • 400 g Dinkelmehl (Typ 1050)
  • 100 g Roggenmehl (Typ 1370)
  • Ein Ei
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • ca. 400 ml Wasser

Zubereitung des Bärlauch Brotes

Zunächst schneidet ihr die gewaschenen Bärlauchblätter in so große Stücke, wie ihr sie im Brot später wiederfinden wollt. Ich habe sie ca. 1 cm dick geschnitten. So geben sie ihren Geschmack nicht so dominant in den Teig ab. Es wäre auch möglich gewesen ein grünes Bärlauch Brot zu backen. Dafür werden die Blätter mit einem Stabmixer* möglichst klein püriert. Das ist absolut Geschmacksache – tobt euch aus!

Nun wiegt ihr das Mehl in die große Schüssel und vermischt mit dem Esslöffel das Mehl, Salz und Backpulver. Jetzt dürfen die Bärlauch Blätter, das Ei und auch das Wasser in die Schüssel. Mit dem Esslöffel habe ich ungefähr 2 Minuten gebraucht, bis ein homogener, nicht zu fester Teig entstanden ist.

Ich habe diesen in eine Backform geschüttet. Bei 180° C hat der Backofen auf der Heißluft Funktion 45 Minuten gebraucht, bis das Brot fertig war. Mit einem Edelstahl Schaschlikspieß habe ich überprüft, ob der Teig innen noch etwas flüssig ist. Beim ersten Versuche (nach 40 Minuten) war er das auch.

Zu welchem Anlass man das Bärlauch Brot essen kann

Ich persönlich esse immer gerne Brot. Natürlich ist Bärlauch Brot speziell für den Frühling etwas Besonderes. Mein Sohn (4 Jahre alt) wird das Brot sicherlich nicht probieren. Dafür ist ihm zu viel Grün mit dabei.

Besuch wird freudig vom Bärlauch Brot essen, immer mit der Frage begleitet: „Das ist doch hoffentlich kein Maiglöckchen?“ Das ist eine gute und wichtige Frage, denn Maiglöckchen sind WIRKLICH SEHR GIFTIG!

Felix von Plantura gibt einen sehr schönen Überblick darüber, wie man eine Verwechslung vermeidet. Auch findet ihr ein Video auf dieser Seite. LEST EUCH DAS UNBEDINGT DURCH!

Keine Angst vor dem Bärlauch

Nichtsdestotrotz solltet ihr keine Angst vor dem Bärlauch haben. Ich habe ihn noch nie mit Maiglöckchen verwechselt. Warum? Ich rupfe sehr viele „Gräser“ aus und ich probiere sie. Meiner Nase würde ich nicht trauen, mein Geruchssinn ist nicht gut genug.

Was ich euch aber mitgeben kann: Giftige Pflanzen schmecken bitter. Euer Mund sagt euch sofort, wenn die Pflanze nichts für euch ist. Deshalb gilt sowieso immer: Was euch nicht schmeckt, spuckt ihr sofort aus. Natürlich gehört das nicht zum guten Benehmen bei Tisch. Das ist mir persönlich aber egal.

Der Bärlauch schmeckt sehr zart nach Knoblauch, überhaupt nicht bitter. Der leichte Lauch-Geschmack entwickelt sich erst beim Kauen.

Bärlauch ist vielseitig

Aus Bärlauch kann man vieles kreieren, nicht nur Brot. So mache ich üblicherweise immer ein Bärlauch Pesto aus den Blättern. Einen Teil davon friere ich ein und ein Glas darf im Kühlschrank stehen.

Bärlauch Pesto
Bärlauch Pesto

Darin sind Bärlauch Blatter, Olivenöl und Salz. Der Geschmack ist so intensiv, dass von diesem Pesto 2 Esslöffel in 250 Gramm Frischkäse oder Quark vollkommen reichen.

Und nun wünsche ich euch einen guten Appetit!

Bärlauch Brot
Bärlauch Brot

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Das Bärlauch Brot

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Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza! Über Kommentare freue ich mich sehr! Backlinks von euch sind FOLLOW, Spam wird gelöscht! Mein Blog läuft über einen Rechner, der von Ökostrom versorgt wird.
4 comments
  1. Lecker! Lecker! Lecker!!! (Und genau deshalb bist du schon wieder im Wochenrückblick gelandet!)
    Liebe Grüße!

    1. Das freut mich so sehr!!! Vielen lieben Dank!

  2. Ich bin voll der Brot-Junkie! Nimm mir mein tägliches Brot weg, und ich breche zusammen….sozusagen, *ggg*! Dein Bärlauchbrot sieht superlecker aus und scheint sehr einfach nachzubacken zu sein. Sogar ganz ohne Hefe? Wahrscheinlich wäre verhackstückter Rosmarin oder Basilikum oder was auch immer eine Variante ausserhalb der Bärlauch-Saison. Was die Natur grade so hergibt!
    Hab ein entspanntes WE, ganz herzliche Grüsse!

    1. Liebe Frau Hummel,
      Ich bin ganz bei dir! Brot ist mein ein und alles 😀 Ja, Hefe ist gar nicht wichtig, stattdessen habe ich Backpulver hineingemischt – also ein riesen Muffin sozusagen! Ich glaube du hast vollkommen Recht: Man kann in diese Mischung hinein backen, was einem so in die Hände fällt!
      Viele Grüße, Izabella

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