Garten im Mai Titel

Was gibt es im Garten im Mai zu tun?

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Könnt ihr es glauben? Der Mai ist wirklich angekommen. Und der Garten im Mai bietet extrem viele Möglichkeiten, sich auszuleben und auszutoben. Immerhin müssen wir nur noch auf den 20. Mai warten, denn dann sind die Eisheiligen vorbei. Ab diesem Tag dürfen absolut alle Pflanzen nach draußen und die Hauptsaison kann beginnen.

Zucchini, Kürbis, Paprika und Tomaten

Gebt es zu: Ihr steht in den Startlöchern! Der April war so schön, dass er uns dazu verleitet hat, ENDLICH die kälteempfindlichen Gemüsepflanzen nach draußen zu bringen. Ab dem 20. Mai dürfen sie nun auch wirklich ins Freiland. Davor ist Geduld wirklich wichtig, denn wenn ein Kälteeinbruch kommt, zerstört der Frost die wunderbaren Pflanzen. Dann heißt es nur: erneut aussäen oder gar eine Jungpflanze aus einer Gärtnerei kaufen.

Solltet ihr noch aussäen wollen, findet ihr ein paar sehr gute Tipps auf meiner Blogparade „Gemüse selber züchten„.

Deshalb: Geduld, Geduld; Der 20. Mai steht vor der Tür.

Wie immer gilt: Die Pflanzen sollen mit dem Erdballen eingesetzt werden und richtig kräftig angegossen. Auch streue ich Hornspäne und ein wenig fertige Komposterde in das Pflanzloch. Beides versorgt die jungen Pflanzen mit Nährstoffen.

Solltet ihr zu den glücklichen gehören, die ein Gewächshaus ihr Eigen nennen, so dürfen die Pflanzen natürlich schon längst ins Häuschen. Paprika, zum Beispiel, wächst sehr viel lieber kühl und hell auf, anstatt warm und dunkel.

Abhärten nicht vergessen

Immer wieder lese ich, dass die Pflanzen abgehärtet werden sollen, bevor sie in die Freiheit dürfen. Fangt damit an, wenn ihr ungeduldig werden und möglichst schnell nach draußen pflanzen wollt: Stellt den Topf an einem warmen, sonnigen Tag ins Freie. Wichtig ist dabei, dass die Pflänzchen in der ersten Woche keine direkten Sonnenstrahlen abbekommen. Zunächst gewöhnen sie sich nämlich an den Wind draußen. Nach einer Woche sollen sie dann auch schon ins direkte Sonnenlicht.

Vielleicht habt ihr schon einen genauen Plan darüber, wohin ihr eure Paprika, Zucchini, Tomaten und Auberginen pflanzen werdet? Wenn ja, stellt den Topf einfach genau auf die Stelle oder in die Nähe. Dann „sieht“ eure Pflanze genau, was sie erwartet. Wenn man nämlich der Esoterik Glauben schenken darf, haben Pflanzen auch eine Seele. Ob ihr nun daran glaubt oder nicht: Schaden kann das ja nicht, oder?

Eine Schicht Mulch unterdrückt das Unkraut

Vorausgesetzt das Beet war davor nicht überlagert von Unkraut, hilft eine schonende Schicht Mulchen dieses zu unterdrücken.

Hier könnt ihr noch einmal nachlesen, warum ich mulchen für wichtig halte und welches Material sich dafür lohnt.

In dem Beet, in dem letztes Jahr meine Zucchini gedeiht ist, verbreitet sich nun der Klee, trotz Mulchschicht von Stroh. Das wiederum finde ich persönlich fantastisch! Wenn sich nämlich Stroh zersetzt, benötigen Mikroorganismen Stickstoff. Ebenfalls ernähren sich die Gemüsepflanzen von Stickstoff. Klee jedoch ist ein toller Stickstoffproduzent und gleichzeitig ein hübscher und leckerer Bodendecker, der wiederum mit seiner Blüte Insekten anlockt. Win, win, win, kann ich dazu nur sagen!

Die Schädlinge zeigen sich im Garten im Mai

Oh, diese Nacktschnecken! Ich kann sie nicht leiden! Dieses Jahr habe ich jedoch schon vermehrt die Tiger-Nacktschnecke entdeckt. Diese darf bleiben, denn sie frisst, im Gegensatz zur spanischen Nacktschnecke, nicht meinen Salat. Diese Sorte pflegt meinen Gartenboden sogar und frisst liebend gerne die Eier der braunen Schnecke.

Basti von Naturgarten Ideen hat die hilfreichen Tierchen im Garten beschrieben und auch fotografiert.

Auch Läuse sind nun wieder aktiv: Sie sind frisch geschlüpft und entsaugen den leckeren jungen Blättern die Nährstoffe. Hier sind vor allem die Larven der Marienkäfer gefragt. Für diese sind Läuse nämlich eine sehr willkommene Leibspeise.

Da ich aber keine Marienkäferinvasion feststellen kann, besprühe ich meine Pflanzen alle 2 Wochen mit Bokashi Saft. Diesen entnehme ich meinen Bokashi Eimern, verdünne ihn stark (50ml auf 10 Liter Wasser) und fülle diese Mischung in eine Sprühflasche. Bei direktem Schädlingsbefall kommt der Saft alle 2 Tage auf die Pflanzen. Wichtig ist, dass ihr auf gar keinen Fall in der Mittagshitze sprüht. Denn sonst verbrennen die schönen Blätter. Lieber sprüht ihr in der Früh oder am Abend. Meine Reihenfolge ist gewöhnlich: Zunächst sprühe ich in der Früh ein und im Anschluss gieße ich alle Pflanzen.

Wenn ihr noch ein paar Informationen zu Thema Bokashi erhalten möchtet, dann bitte hier entlang.

Frostempfindliche Pflanzen nach draußen

Nicht nur die oben genannten Gemüsepflanzen dürfen nun in die Freiheit. Auch die Büsche und Bäume, die ihr überwintert habt, können wieder einen Platz im Freien bekommen. So können der Rosmarin, Basilikum oder auch die Zitrusfrüchte wieder in den Garten oder auf den Balkon. Auch hier gilt: Vergesst nicht, dass auch diese Mehrjährigen Pflanzen abgehärtet werden wollen. Im Garten im Mai könnte es ihnen sonst zu schnell zu heiß und grell werden.

Sie werden dadurch sicherlich nicht sterben. Aber sie werden stark geschwächt und anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Aussaaten direkt in den Garten im Mai

Ab jetzt dürfen wirklich alle Pflanzen und Blumen direkt im Freiland gesät werden. Nun gibt es kaum noch ein Ereignis, das ihren Wachstum einschränken oder verhindern wird. Entscheidend ist, dass ihr darauf achtet die Erde immer feucht zu halten. Trocknet der Boden aus, stirbt auch der winzige Keimling, denn er ist sehr stark auf Feuchtigkeit angewiesen.

Auch hier kann ich nur wärmstens eine Mulchschicht empfehlen. Unter dem Stroh, Laub, Kompost, etc. bleibt die Erde feucht und ist geschützt gegen Vögel. Diese sind nämlich noch immer auf der Suche nach Körnern. Wusstet ihr, dass viele empfehlen, Vögel das ganze Jahr über zu füttern? Wegen des hohen Einsatzes von Glyphosat sterben nämlich Regenwürmer und andere Tiere gerade jetzt in hohem Maße. Das führt bei den Vögeln zu einer großen Hungersnot.

Bäume pflanzen zwischen Oktober und April

Diesen Punkt möchte ich nicht vergessen: Bäume, die man wurzelnackt kauft, werden zwischen Oktober und April gepflanzt. Ihr könnt nach wie vor Büsche und Bäume kaufen, jedoch nur in Containern. Diese darf man auch jetzt noch einsetzen.

Ich möchte diesen Punkt nur deshalb betonen, da Containerpflanzen viel teurer sind, als Wurzelnackte. Da die Saison nun in vollem Gange ist, bekommt ihr einen Apfelbaum für das 4-fache Geld. Daher warte ich mit den weiteren Büschen und Bäumen, bis die frühlingshafte Euphorie wieder weicht.

Planungen im Garten im Mai

Ganz wichtig ist es immer noch Pläne für dieses Gartenjahr zu schmieden. Denn seien wir mal ehrlich: Wer hat denn schon alle Pläne erstellt oder sieht sich im Stande für nächstes Jahr alles bereit zu stellen?

Aber: Ist es nicht schon zu spät, um dieses Jahr zu planen? Ist die Saison denn nicht schon fast vorbei? NEIN, NEIN, NEIN!!!! Sie ist mitten im Gange!

Ich habe vor kurzem erst gehört, dass man im Mai noch absolut GAR NICHTS verpasst hat! Plant also darauf los! Und vor allem: Das Wintergemüse möchtet ihr doch sicherlich auch anbauen? Dann lasst euch nicht aufhalten! Im Juni werden zum Beispiel Porree und Rüben gesät. Auch das Sommergemüse kann noch immer gesät werden. Vielleicht fällt die Ernte etwas weniger aus, als wenn ihr zum Beispiel ein Gewächshaus hättet. Aber wenig Ernte ist besser, als gar keine, weil ihr denkt es wäre schon zu spät.

In meinem Fall zeichne ich dauernd: Entweder mit Stift und Papier oder im Computer. Ich erstelle genaue Pläne, um zu wissen, was ich wann und wo vorfinden werde. Glaubt mir, ich vergesse nach nur 1 Woche, was wo gelandet ist. Besonders, wenn ihr auf Mischkultur steht, so wie ich. Dann ist es wirklich eine große Herausforderung den Überblick zu behalten.

Wenn ihr wissen wollt, wie meine Aussaatpläne aussehen, könnt ihr gerne diesen Beitrag lesen.

Ernte im Mai

Es gibt schon so einiges, was man im Garten im Mai ernten kann. Anhand dieser Liste erfahrt ihr auch, welche Nahrungsmittel regional und saisonal in Deutschland erhältlich sind.

Ernte im Freiland

Spinat, Winter Blumenkohl, Winter Porree, Spargel, Blattsalate, Mangold, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Rhabarber, Radieschen, Mairübe, Frühlingszwiebeln

Ernte im Gewächshaus

Bohne, Blattsalate, Aubergine, Gurke, Tomate, Kohlrabi, Zucchini

Vergesst eure eigene Sicherheit nicht!

Wie ihr seht, gibt es nun so viel zu tun, dass uns Gärtnern (aus Leidenschaft) nicht mehr langweilig wird. Deshalb solltet ihr eure Sicherheit im Garten im Mai nicht vergessen! Ich bin ein sehr heller Typ, mit leicht rötlichen Haaren. Wer genauso empfindlich ist, wie ich, denkt sowieso daran: Sonnencreme und Sonnenhut bitte nicht vergessen. Ich komme mir zwar ein wenig vor, wie eine Mutti, aber das ist egal!

Noch viel entscheidender ist: Vergesst nicht zu trinken! Zu wenig Flüssigkeit und Fehlen einer Kopfbedeckung führt zu einem Sonnenstich.

Jetzt habe ich genug geschrieben! Ich bin nun draußen im Garten und bepflanze mein neu erbautes Gewächshaus. Und was sind deine Pläne für diesen Monat?

Du kannst dieses Bild gerne auf Pinterest teilen:

Was gibt es im Garten im Mai zu tun

Dieser Artikel ist verlinkt mit EiNaB.

Außerdem mache ich mit bei der naturnahen Gartengestaltung Blogparade von Amely.

Ich liebe Musik, Gesang und Tanz, Bücher, Wälder, meine Familie und unser wunderbares Grundstück, das sich langsam aber sicher in einen Garten verwandelt. Ich backe und koche, weil und wenn es mir Spaß macht - habe ich keine Lust, gibt es auch bei uns (Fertig)Pizza! Über Kommentare freue ich mich sehr! Backlinks von euch sind FOLLOW, Spam wird gelöscht! Mein Blog läuft über einen Rechner, der von Ökostrom versorgt wird.
5 comments
  1. Liebe Isabella, meinen Zitronen und Gemüsepflanzen stehen schon seit etwa drei Wochen im Freien. Ich richte mich da immer nach dem aktuellen Wetterbericht. Gepflanzt wird am Wochenende, da bei uns gar keine Aussicht auf Frost ist. Letztes Jahr war es allerdings sehr lange kalt…

    Zu Deinem Besuch bei mir: Unsere Säulenäpfel haben wir schon lange. Sie tragen auch gut. Problematisch war in den letzten Jahren allerdings der Apfelwickler. Er hat ganz schön viel kaputt gemacht. Daher gibt es heuer eine Falle.

    LG Kathrin

    1. Liebe Kathrin,
      Ich bin ein kleiner Angsthase und stelle deshalb meine Pflanzen noch nicht ins Freie 😀 Aber eine erfahrene Bäuerin hat mir schon gesagt, dass sie nun nach draußen dürfen. Ich soll die Pflanzen über Nacht mit einem dünnen Vlies abdecken, dann werden sie nicht beschädigt.
      Apfelwickler hatte ich noch nicht. Unsere Traubenkirsche wird jedoch von Gespinstmotten angegriffen. Ich hoffe das wird mit der Zeit wieder vergehen!

  2. Liebe Izabella,
    Super Beitrag mit vielen knackigen Infos 🙂 Wir haben auch vor, unsere Paprika und Tomaten am Wochenende ins freie zu pflanzen. Auch in unserer Region sagt der Wetterbericht kein Frost voraus. Wir hoffen, dass es stimmt. Momentan stellen wir die Pflanzen seit ein Paar Tagen bei uns Zuhause raus, damit sie ein wenig an den Wind gewöhnt werden. Das Gewächshaus von Omman nehmen wir dieses Jahr nicht in Beschlag. Wir haben die Tomaten deutlich später gezogen und die Paprika wächst ruhig vor sich hin. Das Ergebnis, wir mussten nur zweimal umtopfen und konnten uns den Zusatzschritt mit dem Gewächshaus sparen. Wir glauben auch, dass es dort jetzt fast zu heiß für die Pflanzen ist, weil sie die ganze Zeit bei 19- max. 21 Grad standen. Wir sind gespannt, wir alles im Beet weiter wächst und hoffen auf eine gute Ernte. Vielen Dank für die Verlinkung und viel Spaß im Garten 🙂

    LG Basti

    1. Lieber Basti,
      Ja, ich stelle gerade fest, dass den armen Pflanzen zu warm ist im Gewächshaus! Deshalb öffne ich jetzt alle nur möglichen Türen und Fenster! Ich drücke euch (und uns) die Daumen, dass es weiterhin frostfrei bleibt 🙂
      Viele Grüße, Izabella

  3. […] Könnt ihr es glauben? Der Juni ist da und bringt den Sommer mit sich! Natürlich ist mir klar, dass unser Sommer bereits im Mai begonnen hat. Aber der Garten im Juni bietet so viel mehr, als noch der Garten im Mai. […]

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